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Neue Episode vom ARD-Investigativ-Podcast „REICH“

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Leipzig (ots)

Warum gerät die europäische Methanverordnung plötzlich so massiv unter Druck und wer könnte davon profitieren? Dieser Frage geht das Investigativ-Team des Podcasts „REICH“ der ARD-Klimaredaktion nach und knüpft damit an die erfolgreiche erste Staffel an. Im Mittelpunkt steht erneut der Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf politische Entscheidungen. Zu hören ab 15. Oktober 2026 in ARD Sounds.

Das Team um Patrick Stegemann recherchiert wieder investigativ, diesmal auf den Spuren einer EU-Verordnung, die eigentlich ab 2027 strenge Vorgaben entlang der gesamten Lieferkette von Gas durchsetzen sollte. Bei Förderung, Transport und Speicherung wird häufig unnötig viel Methan in die Atmosphäre abgegeben, das über einen Zeitraum von 20 Jahren rund 80-mal klimaschädlicher als CO₂ wirkt.

Inzwischen wird jedoch über Ausnahmen und eine Verschiebung der Verordnung diskutiert. Industrieverbände, Gasexportländer und politische Entscheidungsträger schlagen Alarm: Im Falle des Inkrafttretens sehen sie erhebliche Risiken für die Energieversorgung in Deutschland. Sie berufen sich dabei auf eine umstrittene Studie.

Die Debatte sorgt auch innerhalb der Bundesregierung für Konflikte. Während Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eine Verschiebung zentraler Regelungen unterstützt, drängt das Bundesumweltministerium auf die Umsetzung der Verordnung. „REICH“ zeichnet nach, wie es zu diesem Konflikt kommt und welche Rolle Lobbyverbände, Unternehmen und internationale Partner dabei spielen. Gemeinsam mit FragDenStaat wertet „REICH“ bislang unveröffentlichte Dokumente aus und rekonstruiert, wie die Warnungen vor drohenden Versorgungsengpässen ihren Weg in die politische Debatte fanden. Die Recherche führt unter anderem zu einem der wichtigsten Treffen der internationalen Öl- und Gasindustrie in Texas und zeigt, wie eng wirtschaftliche Interessen und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind.

„Mich beeindruckt, wie das Team mit ihren Recherchen sichtbar macht, wie stark Lobbyismus politisches Handeln beeinflussen kann. Das ist investigative Arbeit, die sich streckenweise wie ein Recherche-Krimi anhört“, sagt Achim Schöbel, Leiter der ARD-Klimaredaktion beim MDR.

„Die erste Staffel von ‚REICH‘ hat gezeigt, dass das Interesse an investigativen Recherchen über den wirtschaftlichen Einfluss auf die Politik riesig ist. Deshalb haben wir uns für eine Fortsetzung entschieden. Mit dieser Recherche-Episode wollen wir nicht nur die Geschichte hinter den aktuellen Auseinandersetzungen erzählen, sondern den Hörerinnen und Hörern auch einen Einblick geben, wie unser Investigativ-Team arbeitet und wie aus Dokumenten und Hinweisen eine Recherche entsteht“, ergänzt Daniel Vogelsberg, Redaktionsleiter MDR Wissen.

„REICH“ ist eine Produktion des Investigativ-Labels Cliff von Patrick Stegemann im Auftrag der ARD-Klimaredaktion (MDR, SWR, HR). Die Episode erscheint am 15. Oktober 2026 in ARD Sounds und überall, wo es Podcasts gibt. Für Januar 2027 ist zudem eine neue fünfteilige Staffel von „REICH“ zum Thema Öl geplant.

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell.


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