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Staatliche Grundschule Tannroda mit Deutschem Schulpreis ausgezeichnet

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Die staatliche Grundschule Tannroda wurde am Dienstagvormittag im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet und erhält 30.000 Euro.
Die Grundschule Tannroda hatte sich mit 14 weiteren Schulen für das Finale in Berlin qualifiziert. Insgesamt haben sich 87 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2026 beworben.

Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit der Grundschule steht das jahrgangsübergreifende „voneinander und miteinander Lernen“, die Idee von Schule als geschütztem Raum, in dem das Miteinander von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und Toleranz geprägt ist. Die Grundschule verzichtet auf Ziffernnoten. Stattdessen werden Lernentwicklung und individuelle Leistungen der Schülerinnen und Schüler umfassend dokumentiert. Ziel ist es, jedes Kind individuell zu fördern und zum selbstständigen Lernen anzuleiten. Das gelingt durch individuelle Lernplanzeiten, individuell vereinbarte Lernziele und regelmäßige Selbsteinschätzungen der Kinder. Lernentwicklungsgespräche sind fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Ein weiterer Schwerpunkt der Schule ist das Konzept „Lernen braucht Bewegung“, das die Jury in ihrer Bewertung hervorhob. Bewegungs- und Entspannungszeiten sind fester Bestandteil des Unterrichts- und Schulalltags. Ein Raumkonzept nach dem Churermodell ermöglicht den Kindern sowohl Bewegung, als auch Rückzug. Ebenso ist der Schulgarten ein Lernort, an dem theoretische Inhalte mit konkreten Natur- und Selbsterfahrungen verbunden werden.

Bildungsminister Christian Tischner machte sich bereits im Vorfeld der Preisverleihung vor Ort ein Bild vom besonderen Schulkonzept und würdigte die jahrelange und konsequente Schulentwicklungsarbeit vor Ort: „Der Grundschule Tannroda gelingt es seit vielen Jahren, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Hier spürt man, wie das gesamte Kollegium daran mitwirkt, jedes Kind bestmöglich zu fordern und zu fördern. In Tannroda wird Schulentwicklung gelebt.“

Mit der Grundschule Tannroda wurde 2026 zum zweiten Mal in Folge eine Thüringer Schule mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Im letzten Jahr gehörte die Jenaplanschule Weimar zu den Preisträgern.

Bewerbungen für den Schulpreis 2027 sind bis zum 31. Januar 2027 möglich.
Alle Informationen: https://www.deutscher-schulpreis.de/bewerbung

Hintergrund

Der Deutsche Schulpreis wird in diesem Jahr zum 20. Mal von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergeben. Kooperationspartner dabei sind die ARD und die ZEIT Verlagsgruppe. Bewertet werden die sechs Qualitätsbereiche Unterrichtsqualität, Leistung, Umgang mit Vielfalt, Verantwortung, Schulleben und Netzwerke sowie Lernende Schule. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise mit jeweils 30.000 Euro. Alle weiteren nominierten Schulen erhalten einen Anerkennungspreis von 5.000 Euro.

Die Jury des Deutschen Schulpreises besteht aus rund 50 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Bildungsverwaltung. Nach dem Bewerbungsverfahren werden schließlich die TOP 20-Schulen in der Zeit von April bis Juli vor Ort besucht woraufhin schließlich 15 Schulen für das Finale nominiert und zum Finale in Berlin eingeladen wurden.

Diese Medieninformation wurde veröffentlicht unter:
https://bildung.thueringen.de

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