Thüringen weitet Bücherkoffer-Programm auf 26 Grundschulen aus
An der Staatlichen Grundschule „Johann Sebastian Bach“ in Arnstadt erhalten Schülerinnen und Schüler am Dienstag, 25. August, ihre ersten Bücherkoffer. Mit der Einführungszeremonie beginnt das Bücherkoffer-Programm an neun weiteren Thüringer Grundschulen. Damit nehmen im Schuljahr 2026/27 insgesamt 26 Startchancen-Schulen mit 69 Klassen teil. Die Zahl der eingesetzten Bücherkoffer steigt auf 138. Begonnen hatte Thüringen im Schuljahr 2024/25 mit neun Schulen, seither wächst das Programm Jahr für Jahr.
„Lesen ist der Anfang von allem, was in der Schule folgt. Mit dem Bücherkoffer bringen wir Bücher dorthin, wo sie am meisten bewirken: in die Familien. Und wir zeigen jedem Kind, dass die Sprache, die es von zu Hause mitbringt, zählt“, sagte Bildungsminister Christian Tischner.
Das Bücherkoffer-Programm ist ein Leseförderprogramm für Grundschulkinder, das der Verein coach@school e.V. entwickelt hat und das seit 2016 bundesweit im Einsatz ist. Jeder Koffer enthält zwölf mehrsprachige Kinderbücher, die Familien in ihrer Familiensprache und auf Deutsch gemeinsam lesen und vorlesen können. Über die Bücher hinaus umfasst das auf vier Jahre angelegte Programm Fortbildungen für Lehrkräfte, eine pädagogische Begleitung sowie Materialien für den Unterricht und die Arbeit mit den Eltern.
Der Ausbau ist Teil des Startchancen-Programms, mit dem Bund und Länder gezielt Schulen in sozial herausfordernder Lage unterstützen. In Thüringen profitieren davon 93 Schulen mit über 23.000 Schülerinnen und Schülern. Jährlich fließen rund 23 Millionen Euro Bundesmittel in das Land. Eine Untersuchung der Universität Paderborn bescheinigte dem Bücherkoffer-Programm bereits 2019 messbare Wirkung: Kinder lesen häufiger zu Hause, ihre Lesemotivation steigt und Eltern begleiten das Lernen enger.
Diese Medieninformation wurde veröffentlicht unter: https://bildung.thueringen.de


