Feuerwehr Gotha rügt Verhalten von Verkehrsteilnehmern nach Unfall auf der A4
Feuerwehr Gotha – Einsatzgeschehen Freitag 7. August
Am Freitag, dem 7. August, rückte am Abend kurz vor 19 Uhr die Feuerwehr Gotha zu einem Verkehrsunfall auf die Autobahn 4 in Richtung Frankfurt a.M. aus. Laut Alarmmeldung war an dem Unfall ein Pkw allein beteiligt und es sollte sich eine verletzte Person bereits außerhalb des Fahrzeugs befinden.
Für die ersteintreffenden Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage dann insoweit, dass ein Pkw mit der linken Leitplanke kollidierte war und nach einigen hundert Metern auf der linken Fahrspur zum Stehen kam. Mehrere Personen befanden sich bei noch laufendem Verkehr auf den Fahrspuren.
Zeitweise kam es dabei zu gefährlichen Situationen, da es einige Verkehrsteilnehmer nicht abwarten konnten, doch noch schnell durch das Trümmerfeld an der Unfallstelle vorbeizukommen. Die soll an dieser Stelle zum Anlass genommen werden und an die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer zueinander appelliert werden.
Dabei soll auch noch einmal auf die absolute Notwendigkeit einer sich eigenständig bildenden Rettungsgasse zwischen linker und mittlerer Fahrspur hingewiesen werden, damit alle Rettungskräfte zügig zur Einsatzstelle gelangen können. Dies hat bei dem Verkehrsunfall für die ersten Einsatzfahrzeuge leider auch nicht gut funktioniert.
Die weitere Lageerkundung ergab dann, dass sich nicht ein, sondern zwei Personen in dem Unfallwagen befanden, welche durch Ersthelfer und Zeugen des Unfalls im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt wurden.
Zunächst wurde bei Ankunft die Autobahn durch die Feuerwehr und die Polizei dann in beiden Fahrtrichtungen sofort voll gesperrt, da sich auf der Fahrbahn des Unfalls ein weites Trümmerfeld erstreckte und durch den Zusammenprall mit der Leitplanke Trümmerteile auf die Gegenfahrbahn geraten waren.
Diese Maßnahme sorgte dann für die erste Ordnung des Raumes, sodass planmäßig weitere Arbeiten erfolgen konnten. Es stellt sich heraus, dass das Fahrzeug durch den Unfall total zertrümmert wurde und es kommt einen kleinen Wunder gleich, dass die beiden Insassen mit relativ leichten Verletzungen sich noch selbst aus dem Auto befreien konnten.
Beide wurden unverzüglich durch den Rettungsdienst weiterversorgt und für eine abschließende Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Zwischenzeitlich wurde die Einsatzstelle insofern geordnet, dass die Fahrrichtung Dresden zügig wieder ganz und auf der Fahrbahn des Unfalls in Richtung Frankfurt a.M. nach einiger Zeit auch die rechte Fahrspur sowie der Standstreifen für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Die Berufsfeuerwehr Gotha sowie die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Gotha-Boilstädt und -Uelleben sicherten die Einsatzstelle ab, unterstützten die Polizei bei der Unfallaufnahme, übernahmen die Beräumung des Trümmerfeldes und halfen dem Abschleppdienst bei den Bergungsarbeiten.
Aufgrund der starken Beschädigung der Leitplanke wurde die Autobahnmeisterei nachgefordert, welche zudem noch weitere Maßnahmen zur Beseitigen der längeren Ölspur durch den Unfall einleitetet und an welche die Einsatzstelle gegen 22 Uhr übergeben wurde.
Während des gesamten Einsatzes auf der Autobahn wurde die Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Gotha-Stadtmitte zur Absicherung der Stadtbereitschaft alarmiert, welche infolge dann auch zu zwei Einsätzen ausrückte.
Gegen 19:45 Uhr rückte die Einheit zu einer Hilfeleistung, Zustand nach Sturz mit Schulterverletzung, auf dem sogenannten „TrimmDichPfad“ auf den Seeberg aus, bei welchem eine verletzte Person durch die Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienst erstversorgt und mittels Rettungsgerät schonend aus dem Wald in den Rettungswagen verbracht wurde. Dieser Einsatz war um 21:40 Uhr beendet.
Ein direkter Folgeeinsatz rief die Feuerwehr dann in die Uelleber Straße zu einer sogenannten Türöffnung mit Gefahr. Durch einen Pflegedienst wurde der Notruf gewählt, da ein Patient nicht mehr erreichbar war. Glücklicherweise stellte sich dies aber als blinder Alarm heraus, die Person wurde in der Wohnung wohlauf vorgefunden, sodass der Einsatz zügig beendet war.

