Landkreis Gotha: Noch 315 freie Ausbildungsplätze
Kreis Gotha bietet 315 freie Ausbildungsplätze –
auch Hotels und Restaurants suchen noch 29 Azubis
Gestern Schüler, heute Azubi: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 315 offene Ausbildungsplätze im Landkreis Gotha. Darunter sind 29 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie im Landkreis Gotha sucht 17 Azubis. Und auch Bäckereien bieten noch 8 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.
„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Jens Löbel. Der Geschäftsführer der NGG Thüringen rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Löbel.
Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Jens Löbel. Außerdem sollten Azubis darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.
„Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass es einen Rahmenplan für die Ausbildung gibt. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Jens Löbel.
So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Jens Löbel von der NGG Thüringen.

