Sozialministerin Schenk begrüßt Empfehlungen der Rentenkommission
Zu den heute veröffentlichten Empfehlungen der Rentenkommission sagt die Thüringer Sozialministerin Katharina Schenk:
„Die Kommissionsvorschläge sind mutig. Ich bin darüber sehr froh, denn eine Reform braucht Mut und Entschlossenheit. Großen Wert hat für mich die beabsichtigte Erweiterung des Einzahlerkreises. Endlich tut sich etwas für Selbstständige und auch Politiker und Beamte werden mitgedacht. So stelle ich mir ein solidarisches System vor.
Eine verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge halte ich ebenfalls für eine wertvolle Ergänzung der gerade für Ostdeutschland prägenden ersten Säule der Rente. Es ist ein gutes Zeichen, insbesondere für die junge Generation, dass das Rentenniveau perspektivisch sogar wieder steigen kann. Das nimmt jungen Menschen die Angst vor der Zukunft. Gleichzeitig gelingt es der Kommission, die Generationen nicht gegeneinander auszuspielen. Wer jahrzehntelang eingezahlt hat, schaut zurecht besorgt auf 2031 – es ist ein gutes Signal, dass eine weitere Absenkung des Rentenniveaus vermieden wird.
Natürlich gibt es auch Vorschläge, die weniger leicht bekömmlich sind. Wenn die Lebensarbeitszeit für einen körperlich hart arbeitenden Menschen steigt, ist das etwas anderes als für einen Mitarbeiter im Büro. Deswegen finde ich es wichtig, die Debatte um die Schutzrente gut zu begleiten. Unser Rentensystem darf nicht nur die steigende Lebenserwartung berücksichtigen, es muss auch darum gehen, die Rente überhaupt gesund erreichen zu können. Dass das alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist, unterstreicht der DGB-Index jedes Jahr erneut.
Ich erwarte von der Bundesregierung, dass der Arbeit der Kommission nun zügig gesetzliche Unterfütterungen folgen. Ein Zerpflücken des Gesamtkonzeptes aus parteipolitischen Interessen hilft niemandem. Jetzt sollte es an die Detailarbeit gehen, die gibt den Menschen Sicherheit in Bezug auf ihre Rente und Vertrauen in die Reformfähigkeit des Landes.“


