Französische Gäste erinnern in Gotha an das Schicksal der Brüder Vallée

Foto: v.l.n.r. Pater Claude Boitard, Claudine Dupuy, Oberbürgermeister Knut Kreuch, Olivia Schäfer, Didier Brodin, Jocelyne Marquet-Brodin/ © Stadt Gotha
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Am Freitag, dem 19. Juni 2026, empfing der Oberbürgermeister Knut Kreuch Herrn Didier Brodin und Frau Claudine Dupuy. Die beiden sind Neffe und Nichte der Brüder Vallée, die während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter im Gefängnis Gotha inhaftiert waren.

Begleitet wurden sie von Pater Claude Boitard, Jocelyne Marquet-Brodin sowie Olivia Schäfer, Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius Gotha. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Gesprächs standen das Schicksal der Brüder Vallée, die Aufarbeitung ihrer Geschichte und die im vergangenen Jahr in der Kathedrale Notre-Dame de Paris erfolgte Seligsprechung.

Die Brüder Vallée gehörten zu einer Gruppe von zwölf französischen Gefangenen in Gotha. Acht von ihnen kamen in den Konzentrationslagern Flossenbürg und Mauthausen ums Leben, vier überlebten. Im Dezember vergangenen Jahres wurden die acht Verstorbenen in Notre-Dame de Paris seliggesprochen. Die Gäste überreichten dem Oberbürgermeister eine Publikation zur Seligsprechung sowie einen Grußbrief und ein Geschenk der Bürgermeisterin von Mortagne-au-Perche.

Im kommenden Jahr planen Mitglieder der französischen Diözese Mortagne-au-Perche einen Besuch in Gotha.

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