Gotha präsentiert Glasfaser-Pilotprojekt beim Digitalgipfel in Berlin
Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung lädt Gotha als Praxisbeispiel für schnelleren Netzausbau ein.
Die Stadt Gotha wird am 8. Juni 2026 beim Stakeholderdialog Digitale Infrastrukturen des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) in Berlin vertreten sein. Auf Einladung von Bundesminister Dr. Karsten Wildberger nehmen Bürgermeister Ulf Zillmann und die Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung, Nicole Schwan, an der Veranstaltung teil.
Der flächendeckende Ausbau hochleistungsfähiger digitaler Infrastrukturen zählt zu den zentralen Zielen des Bundesministeriums. Zu diesem Zweck wurde im Oktober vergangenen Jahres der Stakeholderdialog Digitale Infrastrukturen ins Leben gerufen. In diesem Gremium beraten Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Länder, kommunaler Spitzenverbände sowie der Telekommunikationsbranche gemeinsam darüber, wie der Ausbau digitaler Infrastrukturen in Deutschland beschleunigt werden kann.
Im Rahmen der Veranstaltung werden die festen Mitglieder des Stakeholderdialogs ein Memorandum of Understanding zur weiteren Zusammenarbeit unterzeichnen. Darüber hinaus steht der Themenschwerpunkt „Effizienter und schneller Bauen“ im Mittelpunkt des Austauschs. Hierzu werden ausgewählte Praxisbeispiele vorgestellt – darunter das gemeinsame Pilotprojekt der Stadt Gotha und der Deutschen Telekom zum beschleunigten Glasfaserausbau.
Mit dem Pilotprojekt schaffen die Stadt Gotha und die Deutsche Telekom die Voraussetzungen für einen schnelleren Glasfaserausbau. Durch vereinfachte Genehmigungsverfahren, moderne Bauverfahren und die Einrichtung eines gemeinsamen Projektbüros sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, rund 24.000 Haushalte und Unternehmen zügig an das Glasfasernetz anzuschließen.
Der Stadtrat und die Stadtverwaltung verstehen den Glasfaserausbau ausdrücklich als politische Gestaltungsaufgabe. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bildet die Grundlage für eine moderne Verwaltung, attraktive Wirtschaftsstandorte und gleichwertige Lebensverhältnisse für die Bürgerinnen und Bürger.
Oberbürgermeister Knut Kreuch betont: „Mit dem konsequenten Ausbau von Glasfaser schaffen wir in Gotha die Voraussetzungen für wirtschaftliche Stärke, mehr Digitalisierung und sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“
Zur Beschleunigung der Ausbauarbeiten bündelt die Stadt Genehmigungsprozesse und richtet ein zentrales Projektbüro als Ansprechpartner für alle Beteiligten ein. Verkehrsrechtliche Anordnungen sollen künftig für längere Zeiträume erteilt werden, um aufwendige Einzelgenehmigungen zu vermeiden. Gleichzeitig werden Bauabläufe in enger Abstimmung mit der Telekom geplant, sodass Ressourcen effizient eingesetzt und Bauzeiten verkürzt werden können.
Auch moderne und möglichst schonende Bauverfahren kommen zum Einsatz. Neben dem klassischen Tiefbau sollen beispielsweise Trenching-Verfahren genutzt werden. Dadurch können Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner während der Bauphase reduziert werden.
Mit ihrer Vorstellung beim Stakeholderdialog in Berlin leistet die Stadt Gotha einen Beitrag zur bundesweiten Diskussion über schnellere und effizientere Verfahren beim Ausbau digitaler Infrastrukturen. Gleichzeitig unterstreicht die Einladung die Bedeutung Gothas als Modellkommune für innovative Ansätze im Glasfaserausbau.
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