MDR versteigert Requisiten – Auktion mit TV-Raritäten startet

Bildrechte: MDR Mitteldeutscher Rundfun kFotograf: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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Programmgeschichte für zuhause: MDR verkleinert seinen Fundus

Leipzig (ots)

Aufgrund des Medienwandels und der damit einhergehenden veränderten Produktionsweisen verkleinert der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) seine Requisitensammlung. In diesem Zuge gibt der MDR einzigartige Stücke aus der MDR-Fernsehgeschichte in eine große Online-Auktion. Ein Verwerter wird die noch verbliebenen Exponate versteigern.

Von Ende April bis Ende Mai 2026 haben Interessierte die Möglichkeit, ausgewählte Requisiten zu ersteigern. Die Abholung der erworbenen Objekte erfolgt vom 10. bis 12. Juni 2026 in Leipzig. Mitbieten können Interessierte am 27. April unter www.haemmerle.de. Registrierungen sind bereits möglich.

Unter den angebotenen Stücken finden sich neben klassischen Requisiten auch zahlreiche praktisch nutzbare Objekte wie Möbel, Lampen sowie Bühnen- und Messebauelemente, die sich hervorragend für Handwerk, Theater oder Events eignen. Auch Gartenequipment und weitere vielseitige Ausstattungsgegenstände, sowie besondere Exponate aus bekannten MDR-Formaten stehen zur Versteigerung. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Requisiten aus „Dirndl! Fertig! Los!“
  • Bühnen- und Dekorationselemente aus dem „Schlagerzirkus“
  • Möbel und Ausstattung aus „KultHits“das Sofa aus „Geburtstagsgrüße“ mit Petra Kusch-Lück
  • Requisiten aus Formaten wie „Länderzeit“, „Unter uns“ sowie „Tätern auf der Spur“
  • Nachbauten und Dekoelemente aus „Pi mal Daumen“
  • Messe- und Bühnenbauelemente, etwa von der Buchmesse
  • vielseitig nutzbare Messebaustände, Kulissen und Ausstattung für Handwerk, Theater und Events

Hintergrund der Auktion

Hintergrund der Auktion ist die Teilauflösung des MDR-Fundus für Dekorationen sowie Groß- und Kleinrequisiten. Ein entsprechender Mietvertrag dafür ist jetzt ausgelaufen. Gleichzeitig hat sich die Medien- und Produktionswelt deutlich gewandelt – vom klassischen Fernsehen hin zu einem plattformübergreifenden Programmangebot. In diesem Zuge müssen heute häufig keine kompletten Studios mehr gebaut werden. Stattdessen kommen verstärkt digitale Projektionen und Augmented Reality zum Einsatz, wodurch der Bedarf an physischen Kulissen und Requisiten sinkt.

Künftig wird der MDR seinen Fundus an einem neuen Standort mit deutlich reduzierter Fläche weiterführen. Ziel ist es, Kosten zu senken, Ressourcen effizienter zu nutzen und gleichzeitig möglichst viele Objekte einer weiteren Verwendung zuzuführen. Ein externer Verwerter übernimmt die Durchführung der Auktion. Die Entscheidung zur Verkleinerung des Fundus ist zudem Teil umfassender Einsparnotwendigkeiten im MDR. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschärfen sich für den MDR grundsätzlich auch deshalb, weil die Bundesländer die empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit 1.1.2025 nicht umgesetzt haben. Mit dem Erlös aus der Versteigerung sollen notwendige Entsorgungs- und Umzugskosten refinanziert werden.

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