Zurück aus North Carolina: Vier Gothaer Feuerwehrmänner kehren aus Gastonia zurück
Nach zwei ereignisreichen Wochen in den USA sind Matthias Görlach, Christian Seitz, Daniel Schröter und Philipp Köllmer von der Berufsfeuerwehr Gotha wieder in der Heimat angekommen. Vom 16. bis 31. Oktober waren sie auf Einladung von Fire Chief Phil Welch zu Gast in der amerikanischen Partnerstadt Gastonia (North Carolina) – ein Besuch, der geprägt war von Kameradschaft, Fachwissen und unvergesslichen Momenten.
Bereits am ersten Tag wurden die vier Gothaer herzlich am Flughafen in Charlotte empfangen. Chief Welch und sein Team nahmen sich persönlich Zeit für die Begrüßung, ein gemeinsames Mittagessen in einem Fischrestaurant und eine erste Rundfahrt zu den Feuerwachen. Auf Station 8, wo die deutschen Gäste untergebracht waren, hieß man sie mit typisch amerikanischer Herzlichkeit willkommen.
In den folgenden Tagen erlebten die Gothaer Feuerwehrmänner ein intensives Programm: Übungen zur Personenrettung und Höhenrettung, gemeinsame Einsätze mit den Gastonia-Crews und Ausbildungsabschnitte am Regional Emergency Services Training Center Gaston College. Besonders eindrucksvoll war eine praxisnahe Ausbildung zum Atemschutznotfall, bei der realistische Szenarien trainiert und wichtige Rettungstechniken vermittelt wurden – ein lehrreicher und zugleich spannender Tag für alle Beteiligten.
Neben den vielen fachlichen Eindrücken kam auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Bei einem gemeinsamen Abendessen im „Logan’s Roadhouse“ trafen die Gäste auf amerikanische Kolleginnen und Kollegen, die in den vergangenen Jahren bereits in Gotha zu Besuch waren. Es wurde gelacht, erzählt und viel über die Unterschiede, aber auch über die Gemeinsamkeiten im Feuerwehrdienst gesprochen.
Ein besonderes Erlebnis war der Einsatz mit „Engine 1“ bei einem Verkehrsunfall – für die Gothaer eine spannende Gelegenheit, die amerikanische Taktik und Technik hautnah mitzuerleben. Auch ein Wohnungsbrand, mehrere Übungseinsätze und ein großer „Fire Safety Day“ in der Innenstadt zeigten eindrucksvoll die Vielfalt des amerikanischen Feuerwehralltags.
Für Abwechslung sorgten Ausflüge nach Wilmington mit Besuch des Feuerlöschbootes, ein gemeinsames Picknick am Rankin Lake, eine Hausbrandübung in Lincolnton, ein Besuch beim NASCAR-Rennen in Martinsville (Virginia) und eine Führung durch die Werkstätten von Hendrick Racing sowie den Charlotte Motor Speedway. Auch die Zusammenarbeit mit Spezialeinheiten wie dem SWAT-Team und der K9-Hundestaffel, der Besuch der 911-Leitstelle und ein Vortrag in Asheville über die Ereignisse und Erkenntnisse nach dem Hurrikan „Helene“ im Jahr 2024, zeigten die enorme Bandbreite amerikanischer Feuerwehrarbeit.
Am 30. Oktober hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach einer bewegenden Verabschiedung durch Chief Welch und viele neue Freunde aus Gastonia traten die vier Gothaer die Heimreise an – mit vielen Eindrücken, neuen Ideen und tiefer Dankbarkeit im Gepäck.
„Die Gastfreundschaft war überwältigend, und der Austausch auf fachlicher wie persönlicher Ebene hat uns alle bereichert”, so das einhellige Fazit der Teilnehmer. Die Städtepartnerschaft zwischen Gotha und Gastonia hat mit dieser Reise ein weiteres lebendiges Kapitel hinzugewonnen – und die Feuerwehrkameradschaft über den Atlantik hinweg ein noch festeres Fundament bekommen.
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