Bildung im Doppelhaushalt 2026/27: Investitionen in Lehrkräftegewinnung und Sprachförderung im Kindergarten
Mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2026/27 schafft die Landesregierung Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre. Thüringen investiert in die Zukunft, konzentriert sich dabei aber auf die zentralen Aufgaben. Auch im Bildungsbereich gilt: Die finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt, umso wichtiger ist eine klare Schwerpunktsetzung. „Wir investieren dort, wo es den größten Unterschied für die Zukunft unserer Kinder macht“, betont Bildungsminister Christian Tischner. „Wir können in den kommenden beiden Jahren weiter auf hohem Niveau Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher einstellen. Damit arbeiten wir konsequent daran, Unterrichtsausfall zu reduzieren und die Multiprofessionalität im Bildungssystem zu stärken – so wie es der Regierungsvertrag vorsieht.“
Ein zentraler Schwerpunkt liegt deshalb auf der Lehrkräftegewinnung und der Absicherung von Unterricht. Mit mehr Plätzen im Dualen Studium und attraktiven Angeboten für den Einstieg in den Lehrerberuf geht das Land neue Wege, um mehr Lehrkräfte für Thüringen zu gewinnen. „Wir bringen mehr Lehrer vor die Klassen – gerade dort, wo die Versorgung besonders herausfordernd ist. Das ist eine Investition in Verlässlichkeit und in die Qualität unseres Unterrichts“, verweist Tischner unter anderem auf die Ausweitung der Kapazitäten im Dualen Studium auf 70 pro Jahrgang und die Vorbereitungen zur Ausweitung auf Förderschulen und Fachhochschulen, die freiwilligen Hinzuverdienstmöglichkeiten von Lehramtsanwärtern durch zusätzliche Unterrichtsstunden und die Schaffung von attraktiven Konditionen für Thüringer Grundschullehrkräfte, die sich mit Sonderzuschlag an Regelschulen verbeamten lassen können.
Investiert hat die Landesregierung mit ihrem Haushaltsentwurf auch in die Sprachförderung an Thüringer Kindergärten. Ziel des Projekts „Thüringer Qualitätskompass“, für den 2026 und 2027 je zwölf Millionen Euro an Landesmitteln eingeplant sind, ist es, allen Kindern die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Schule zu geben. Sprachförderung wird so konsequent gestärkt und mit verpflichtenden Deutschtests flankiert. „Sprache ist der Schlüssel zu Bildung – deshalb investieren wir gezielt in frühe Sprachförderung und sichern faire Startbedingungen für jedes Kind“, betont Tischner. Dabei wird auch die Multiprofessionalität in den Kindergärten gestärkt, indem zusätzliche Fachkräfte für Sprachbildung gewonnen und unterstützt werden.
Neben diesen Schwerpunkten setzt das Bildungsministerium auch bei den Freien Schulen Akzente. Mit im Haushaltsentwurf bereitgestellten zusätzlichen Mitteln wird deren Arbeit gesichert und die Vielfalt des Thüringer Bildungssystems gestärkt. „Freie Schulen tragen entscheidend zur Bildungslandschaft bei. Mit mehr Verlässlichkeit ermöglichen wir ihnen, Qualität und Vielfalt dauerhaft abzusichern“, betont Tischner.
Für benachteiligte Schülerinnen und Schüler wird durch das Startchancen-Programm ein wichtiger Baustein gesichert. Thüringen stemmt seinen Finanzierungsanteil, damit mehr Personal und gezielte Förderung an die Schulen mit dem größten Unterstützungsbedarf kommen. „Kein Kind darf zurückbleiben – wir investieren bewusst in die Schulen, die die größte Unterstützung brauchen“, so der Minister.
Darüber hinaus entlastet das dritte beitragsfreie Kindergarten-Jahr Familien in ganz Thüringen. Das schafft mehr soziale Stabilität und verbessert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wir schaffen ein familienfreundlicheres Thüringen und nehmen den Eltern finanzielle Sorgen – damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können“, erklärt Tischner.
„Mit diesem Haushalt setzen wir klare Schwerpunkte: mehr Lehrkräfte gewinnen, Familien unterstützen und die Multiprofessionalität unseres Bildungssystems stärken“, fasst Tischner zusammen.


