Verbraucher, Rentner und Autofahrer aufgepasst: Das wird sich 2025 alles ändern
Neues Jahr, neues Glück. Oder wie man in Deutschland sagt: Gesetzesänderungen. Denn das Jahr 2025 bringt wieder die eine oder andere Veränderung für Auto- wie Motorradfahrer, Rentner und Sparer mit sich.
Zuerst das Erfreuliche: Darauf haben Sparer und Anleger zu achten
Ob Aktien oder Krypto: Seit Trumps Wahlsieg freuen sich Investoren über die steigenden Kurse bzw. Preise. Gewinne aus Aktien sind bis 1.000 Euro steuerfrei; für Verheiratete gilt ein Freibetrag von 2.000 Euro. Übersteigen die Gewinne den Freibetrag, so fällt eine 25%ige Abgeltungssteuer an. Zudem ist noch der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und gegebenenfalls Kirchensteuer zu entrichten. Was sich ab dem 1. Januar 025 ändert: Werden Gewinne durch den Verkauf von Wertpapieren und Anteilen an Kapitalgesellschaften verkauft, sind diese steuerfrei, wenn die fünf- oder dreijährige Spekulationsfrist überschritten wurde. Aber wie sieht es aus, wenn Kryptowährungen gekauft werden? Wer aufgrund der Solana Prognose in diese Kryptowährung investiert hat oder Bitcoin hält, muss beachten, dass digitale Währungen derzeit als private Wirtschaftsgüter gesehen werden. Werden Kryptowährungen länger als ein Jahr gehalten, sind sie steuerfrei; wird die Kryptowährung innerhalb der einjährigen Haltefrist verkauft, müssen Gewinne von über 1.000 Euro in der Steuererklärung angegeben werden. Hier unter „sonstige Einkünfte“. Derzeit gibt es hier keinen Plan, dieses Gesetz zu ändern.
Allgemeine finanzielle Änderungen
Gute Nachrichten gibt es auch für Kindergeldbezieher und Rentner. Zuerst die Rentner: Rund 1,8 Millionen Rentner werden von der Rentenreform profitieren und dürfen sich ab 2025 über mehr Geld freuen. Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht, kann ab dem Jahr 2025 mehr Geld hinzuverdienen. Bislang galt die Grenze bei 37.117,50 Euro pro Jahr, ab dem Jahr 2025 liegt sie bei 39.322,50 Euro. Die Grenze bei voller Erwerbsminderung wird von 18.558,75 Euro auf 19.661,25 Euro angehoben.
Auch Eltern werden 2025 mehr Geld bekommen: Der Bundeshaushalt der Bundesregierung sieht vor, dass das Kindergeld ab dem 1. Januar 2025 um monatlich 5 Euro erhöht wird, sodass statt 250 Euro pro Kind nun 255 Euro pro Kind ausbezahlt werden. Auch der Kindersofortzuschlag, den bedürftige Familien erhalten, steigt um 5 Euro und liegt nun ab 1. Januar 2025 bei monatlich 25 Euro.
Änderungen gibt es auch beim Kinderfreibetrag. Dieser wurde bereits im Jahr 2024 um 228 Euro auf 9.540 Euro angehoben, 2025 soll er dann nochmals um 60 Euro erhöht werden.
Zu beachten ist, dass auch der Grundfreibetrag 2025 um 300 Euro steigt und dann bei 12.084 Euro liegt.
Darauf müssen Auto- und Motorradfahrer achten
Ist man aktuell mit einer orangen TÜV Plakette unterwegs, so muss das Auto wohl ziemlich sicher im kommenden Jahr zur Hauptuntersuchung. Besteht das Auto die Überprüfung, gibt es eine blaue Plakette. Verpasst man den Termin, so fällt ein Bußgeld an. Des Weiteren müssen wieder einige Führerscheinbesitzer ihre Fahrerlaubnis wechseln.
Die CO2-Steuer steigt von 45 Euro auf 50 Euro pro Tonne. Des Weiteren sind die LKW Hersteller verpflichtet, den CO2-Ausstoß ihrer Flotten um 15 Prozent zu senken. Das heißt, ab dem kommenden Jahr dürfen LKWs deutlich weniger CO2 als bislang ausstoßen.
Auch für Motorradfahrer wird es einige Änderungen geben – in erster Linie trifft es jene, die ein neues, aber noch nicht angemeldetes Motorrad daheim stehen haben. Denn ab dem nächsten Jahr besteht eine Abgasnorm für Motorräder. Das heißt, kein Motorrad darf unter der Euro-Norm liegen (Euro 5+).
Das erwartet die deutschen Konsumenten
Durch ein neues EU Gesetz, das ab kommenden Jahr in Kraft trifft, wird der Verkauf bestimmter Dosen, Flaschen sowie Konserven und Plastikverpackungen verboten. Das liegt an der Chemikalie Bisphenol A (BPA). Obwohl BPA als gesundheitsschädlich gilt, ist diese Chemikalie aber tatsächlich in sehr vielen Getränkeflaschen enthalten.
Auch bei der Post gibt es Änderungen: Ab dem Jahr 2025 soll das Briefporto erhöht werden. So wurde von der Bundesnetzagentur grünes Licht gegeben, das Briefporto um 10,5 Prozent zu erhöhen. Kostet aktuell der Standardbrief bei der Deutschen Post 0,85 Euro, so wird er im kommenden Jahr wohl 0,95 Euro kosten.
