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Radon-Messgeräte schützen vor einer unsichtbaren Gefahr

Foto von Mikael Seegen auf Unsplash

Es gibt eine unsichtbare Gefahr in unseren vier Wänden, die kaum bekannt ist – nicht etwa Schimmel oder Asbest, sondern ein geruchs- und farbloses Gas birgt eines der größten Gesundheitsrisiken in unseren Häusern: Radon. Als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen ist dieses natürliche Gas lebensbedrohlich.

Der folgende Artikel bietet daher einen umfassenden Einblick in die Gefahren und den Umgang mit Radon in Gebäuden sowie die Notwendigkeit und Funktionsweise von Radon-Messgeräten.

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Gas, das aus dem Zerfall von Uran in Böden und Gesteinen entsteht und sich in Innenräumen ansammeln kann. Weil es weder Geruch noch Farbe hat, bleibt es oft unbemerkt, kann jedoch bei längerer Exposition die Lunge schädigen und das Krebsrisiko erhöhen.

Die Weltgesundheitsorganisation und nationale Gesundheitsbehörden haben Richtwerte für die Radonkonzentration in Wohnräumen etabliert. In einigen Ländern sind die Grenzwerte gesetzlich verankert, um die Bürgerinnen und Bürger vor den Risiken zu schützen. Die Gefahr ist real. Radon Messgerät finden sich dennoch nur bei wenigen Menschen zuhause.

Radon-Messgeräte: Funktionsweisen und Typen

Um die Konzentration dieses Gases zu messen, wurden Radon-Messgeräte entwickelt, die sich in ihrer Methodik und Anwendung teils deutlich voneinander unterscheiden. Die Bandbreite reicht von einfachen Kurzzeittestkits bis hin zu kontinuierlich aufzeichnenden digitalen Detektoren.

Passive Radon-Detektoren, wie Testkits und Folien-Detektoren, benötigen kein Stromnetz und sammeln über einen bestimmten Zeitraum hinweg Radonpartikel, die später im Labor ausgewertet werden. Im Gegensatz dazu bieten aktive Radon-Messgeräte, welche kontinuierlich Daten aufzeichnen und oft eine digitale Anzeige besitzen, sofortige Ergebnisse und ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Radonkonzentration.

Verwendung und Anwendungsbereiche

Radon-Messgeräte finden sowohl im häuslichen als auch im professionellen Umfeld Verwendung. Während Eigenheimbesitzer aus Sorge um die Gesundheit der Familie messen, sind Arbeitgeber vor allem bei unterirdischen Arbeitsplätzen oder in Gebieten mit hohen Radonkonzentrationen per Gesetz zur regelmäßigen Überwachung verpflichtet. Die Eignung verschiedener Gerätetypen hängt stark von den spezifischen Anforderungen der zu überwachenden Umgebung ab.

Auswahl des richtigen Radon-Messgeräts

Die Auswahl eines geeigneten Radon-Messgeräts kann komplex sein. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:

  • Genauigkeit der Messung: Je genauer das Messgerät ist, desto zuverlässigere Ergebnisse können erzielt werden. Dies ist besonders wichtig in sensiblen Umgebungen wie Schulen oder Arbeitsplätzen.

  • Einfachheit der Handhabung: Ein benutzerfreundliches Messgerät erleichtert die Durchführung der Messungen und ermöglicht auch Laien eine einfache Bedienung.

  • Kosten: Die Anschaffungskosten eines Radon-Messgeräts können je nach Modell und Hersteller variieren. Es ist wichtig, ein Gerät zu wählen, das den Anforderungen entspricht, aber auch das persönliche Budget nicht übersteigt.

  • Spezifische Anforderungen: Je nach Einsatzort können spezifische Anforderungen an das Messgerät gestellt werden. Zum Beispiel können in einem Keller andere Messungen erforderlich sein als in einem Wohnzimmer.

Installation und Platzierung

Die korrekte Platzierung ist entscheidend für genaue Messungen. Radon-Detektoren sollten abseits von Lüftungsöffnungen und in Atemhöhe positioniert werden, um repräsentative Werte zu erhalten. Die Berücksichtigung von Luftströmungen und -feuchtigkeit kann ebenfalls wichtige Einflüsse auf die Messergebnisse haben.

Datenerfassung und -interpretation


Das Verständnis der Messdaten ist für die Beurteilung des Radonrisikos essenziell. Typische Radonkonzentrationen variieren regional, aber auch jahreszeitlich und täglich. Erst wenn Messungen wiederholt erhöhte Werte aufzeigen, sollte man von einem ernstzunehmenden Risiko ausgehen und entsprechend handeln.

Maßnahmen zur Radonminderung

Sind hohe Radonwerte erst einmal identifiziert, gibt es verschiedene Verfahren, diese zu senken. Dazu gehören etwa Baumaßnahmen, die das Eindringen von Radon verhindern, oder häufiges Lüften, um die konzentrierte Radonluft zu verdünnen. Für umfangreichere Sanierungen sollte man auf professionelle Dienstleister zurückgreifen.

Zusammenfassung und Ausblick

Unsichtbar, doch eine nicht zu unterschätzende Gefahr – Radon in Innenräumen erfordert Beachtung und gegebenenfalls Maßnahmen. Mit einem passenden Radon-Messgerät erhält man Klarheit über das vorliegende Risiko und kann dieses effektiv managen. Die fortschreitende Entwicklung in der Messtechnologie verspricht künftig noch einfachere und genauere Methoden zur Überwachung dieses heimtückischen Gases. Noch ist die Gefahr von Radon nicht so bekannt wie die Gefahr von Kohlenmonoxid, aber vielleicht steigt das Bewusstsein in der Bevölkerung noch.

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