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Landtagsabgeordneter Bilay: Coburger Platz in Gotha kein Kriminalitätshotspot

„Entgegen der in der Öffentlichkeit verankerten gefühlten Sicherheitslage am Coburger Platz in Gotha hat sich die Kriminalität in den letzten Jahren kaum signifikant verändert. Vor allem das individuelle Gefühl, der Coburger Platz sei unsicher, ist anhand der Polizeistatistik nicht ableitbar“, erklärt der Gothaer Landtagsabgeordnete der LINKEN, Sascha Bilay.

Der Landespolitiker hatte in den vergangenen Jahren immer wieder die Sicherheitslage auf dem Coburger Platz im Landtag thematisiert. Insbesondere die in der Öffentlichkeit diskutierte Frage, ob sich die Anzahl von Straftaten erhöht habe, stand im Mittelpunkt mehrerer Landtagsanfragen. Ebenso hinterfragt Bilay regelmäßig, inwieweit der Eindruck, dass Straftaten von Nichtdeutschen begangen würden, relevant sei. Aus einer aktuellen Antwort des Innenministeriums geht nun hervor, dass im letzten Jahr insgesamt 151 Straftaten mit Bezug zum Coburger Platz in die Polizeistatistik eingegangen sind. 2021 wurden 154 Straftaten erfasst und im Jahre 2020 waren es 130 Fälle. „Die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Straftaten auf dem Coburger Platz in Gotha seit Jahren relativ stabil ist. Es ist Kriminalitätsschwerpunkt, zumal eines der häufigsten Delikte Hausfriedensbruch ist. Es ist nämlich wichtig, zu wissen, dass in die polizeiliche Statistik nicht nur die Delikte direkt auf dem Coburger Platz eingehen, sondern auch aus den angrenzenden Wohngebäuden“, erläutert der Innenexperte der Thüringer LINKEN.

Auch mit Blick auf die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen sei statistisch kein Anstieg feststellbar. Im vergangenen Jahr wurden 169, vor zwei Jahren 182 und im Jahre 2020 immerhin 160 Tatverdächtige ermittelt. Bei relativ gleichbleibendem Niveau liegen unterschiedliche Entwicklungen vor, was die Unterscheidung zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen angehe. Von 2020 bis 2022 hat sich die Zahl der Deutschen, die einer Straftat verdächtigt wurden, von 37 auf 74 verdoppelt. Hingegen habe die Zahl der nichtdeutschen Verdächtigen von 123 auf 95 um ein Viertel abgenommen. „Wer sich die Zahlen genau anschaut, stellt fest, dass es kein strafrechtliches Problem mit Menschen gibt, die als Geflüchtete ein neues Zuhause in Gotha gefunden haben“, unterstreicht abschließend Sascha Bilay.

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