Zweites Brückenteil am Schmidtstedter Knoten in Erfurt erfolgreich eingeschoben Foto: DB InfraGO/Thomas Walter

Neue Brücke am Schmidtstedter Knoten: Züge rollen wieder über die Gleise 9 und 10

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Inbetriebnahme der Eisenbahnbrücke in der Nacht zum 1. Oktober • Wiederaufnahme des Straßenverkehrs im November

Grünes Licht für den Zugverkehr auf dem neuen Teil der Schmidtstedter Brücke neben dem Erfurter Hauptbahnhof: In der Nacht zum 1. Oktober sollen wie geplant die ersten Güterzüge und ICE über die Gleise 9 und 10 auf den vor kurzem eingefügte Brückenteilen rollen. 

Nach dem Einbau der beiden massiven Walzträger Anfang September haben die DB-Mitarbeitenden in den vergangenen Wochen unter anderem die Gleise wiederhergestellt sowie Signale und Oberleitungen errichtet. 

Thomas Walter, Projektleiter bei der DB InfraGO: „Mit der Wiederaufnahme des Zugverkehrs über die Gleise 9 und 10 erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein. In den vergangenen Wochen haben alle Beteiligten mit großem Einsatz daran gearbeitet. Jetzt konzentrieren wir uns auf die noch ausstehenden Arbeiten, damit auch der Straßenverkehr unter der Brücke wieder rollen kann.“

Für den Straßenverkehr unter der Brücke kann der Schmidtstedter Knoten voraussichtlich ab 20. November wieder vollständig freigegeben werden – rund drei Wochen später als bislang geplant. Grund sind Lieferverzögerungen bei technischen Komponenten, die in der Unterführung eingebaut werden müssen. Parallel laufen die Aufräumarbeiten und die Beseitigung von mehreren tausend Tonnen Abbruchmaterial weiter.

Rückblick:
Am 18. August 2026 hatte die DB InfraGO den alten Brückenüberbau aus dem Jahr 1976 in einem Stück ausgehoben, auf die Kreuzung gefahren und dort in Einzelteile zerlegt: 1.500 Tonnen schwer, 38 Meter lang und 13 Meter breit.

Vor Ort waren zuvor über mehrere Wochen hinweg die beiden neuen Träger montiert und gegossen worden. Am 2. September wurde der rechte Brückenträger in seine Endlage gefahren (850 Tonnen, 20 Meter lang, 14,75 Meter breit), am 9. September folgte der linke.

Hintergrund
Der bisherige, 50 Jahre alte Brückenüberbau war mit sogenanntem Hennigsdorfer Spannstahl ausgerüstet, der von Spannungsrisskorrosion betroffen sein kann. Die DB hatte deshalb entschieden, den Brückenüberbau zu ersetzen.

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