Barrierefrei ins Fundament
Beim art der stadt e.V. in Gotha nimmt man Inklusion ernst und baut um
Mit dem Projekt „Barrierefreiheit für unser soziokulturelles Zentrum“ konnte der art der stadt e.V. endlich in seine Spiel- und Wirkungsstätte „Fundament“ im Kulturhaus Gotha einen Plattformlift einbauen. Damit wird Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein unkomplizierter Zugang zu den Räumlichkeiten möglich.
Um auf die Spiel- und Zuschauerebene zu gelangen, mussten früher fünf Stufen überwunden werden. Der eingebaute Plattformlift hilft, dass sich Menschen mit körperlichen Einschränkung frei bewegen können und nicht jedes Mal Hilfe beim Theaterbesuch benötigen. Auch im Zuschauerraum hat man Vorsorge getroffen. Für bis zu fünf Rollstuhlfahrer gibt es reservierte Plätze, wenn sich diese vorher anmelden.
Daniela Rockstuhl vom Verein bekräftigt dies: „Uns geht es darum, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht nur als Gäste zu uns kommen können, sondern auch als aktive Mitgestalter, als Künstler oder Künstlerin und überhaupt Teilnehmende. Da für den art der stadt e.V. schon immer Inklusion und Teilhabe wichtig waren, schaffen wir durch den neuen barrierefreien Zugang in unsere Spielstätte einen Ort, an dem jeder kommen und an dem jeder sein darf.“
In den nächsten Monaten müssen noch die Wege und Wegbefestigungen barrierefrei gestaltet werden. Hierfür sucht man weitere Fördermöglichkeiten und Spenden. Für einen reibungslosen Ablauf wurde auch eine Gegensprechanlage und eine einfache Beschilderung angebracht. Dazu gehört auch die Ausstattung aller Räumlichkeiten mit Blindenschrift.
Unterstützt wurde dieses Projekt von Aktion Mensch, mit einer großzügigen Spende vom Verein „Cents for help e.V.“ und einem anteiligen Abschlag unserer Spielstättenförderung über die Thüringer Staatskanzlei und der Stadt Gotha. Für den Verein „Cents for help e.V.“ spenden Bosch-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in Deutschland freiwillig die Cent-Beträge ihrer Netto-Entgeltabrechnung. Den auf diese Weise zustande gekommenen Betrag verdoppelt das Unternehmen. Die gesamten Mittel kommen gemeinnützigen und mildtätigen Projekten wie dem unseren zugute. Daniela Rockstuhl: „Wir danken allen Förderern für ihre Unterstützung und freuen uns, ab September auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer bei uns im Fundament begrüßen zu dürfen.“



Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Freude las ich heute, dass das Kulturhaus Gotha über 5 Rollstuhlplätze verfügt. Als ich vor Wochen die Karten für das Ballett „Schwanensee“ am 12.12. 23 erwarb, war es nicht möglich, einen Platz für meine schwer gehbehinderte, 91jährige Mutter zu erhalten.
Wir werden die Veranstaltung trotzdem besuchen und hoffen, dass wir ohne große Probleme zu den Plätzen kommen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Barbara Schrön