Bild: © LAG der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Thüringen

Gotha setzt Zeichen gegen Gewalt: Stadt beteiligt sich an Kampagne „handle jetzt“

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Residenzstadt Gotha beteiligt sich an der 5. Thüringer Kampagne „handle jetzt“

Gewalt kennt keine Grenzen – auch nicht zwischen der analogen und der digitalen Welt. Ob Cyberstalking, Hasskommentare, sexualisierte Bildmanipulationen durch Deepfakes, die unerlaubte Veröffentlichung persönlicher Daten oder die heimliche Überwachung und Kontrolle von Betroffenen: Digitale Gewalt hat viele Gesichter. Sie verletzt die Würde von Menschen, schränkt ihre Freiheit ein und hinterlässt oft tiefe seelische Spuren.

Mit der inzwischen fünften thüringenweiten Kampagne „handle jetzt“ setzen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, die Landesgleichstellungsbeauftragte und die regionalen Netzwerke gegen häusliche Gewalt erneut ein gemeinsames Zeichen. Auch die Residenzstadt Gotha beteiligt sich an der Initiative und ruft dazu auf, Gewalt nicht hinzunehmen, sondern hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und Betroffene zu unterstützen.

Denn Gewalt bleibt häufig verborgen. Viele Betroffene schweigen aus Angst, Scham oder Unsicherheit. Umso wichtiger sind Menschen, die aufmerksam werden, Veränderungen wahrnehmen und Unterstützung anbieten. Ob in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Nachbarschaft – jede und jeder kann dazu beitragen, dass Gewalt erkannt und beendet wird.

Oberbürgermeister Knut Kreuch erklärt: „Gotha ist eine Stadt des Miteinanders, des Respekts und der Menschlichkeit. Dazu gehört für mich ganz selbstverständlich, dass wir Gewalt in keiner Form dulden – weder hinter verschlossenen Türen noch auf unseren Straßen oder im digitalen Raum. Wer andere Menschen bedroht, erniedrigt, kontrolliert oder einschüchtert, überschreitet eine Grenze, die unsere Gesellschaft nicht akzeptieren darf. Ich wünsche mir, dass Gotha eine Stadt ist, in der niemand aus Angst schweigen muss und in der Menschen, die Hilfe benötigen, nicht allein gelassen werden. Deshalb unterstützen wir die Kampagne ‚handle jetzt‘ aus voller Überzeugung. Meine Botschaft an alle Gothaerinnen und Gothaer lautet: Schauen Sie hin, zeigen Sie Haltung und helfen Sie mit! Denn Gewalt ist niemals Privatsache – und Wegsehen ist keine Option!“

Die Beteiligung bildet den Auftakt für zahlreiche weitere Aktionen. Gotha ist bereits Teil des Netzwerks „Gewalt gegen Frauen“ und wird das Engagement künftig durch Plakatkampagnen und öffentliche Aktionen weiter verstärken. Ergänzend bietet die Internetseite www.handle-jetzt.de Betroffenen, Angehörigen und unterstützenden Personen ganzjährig Informationen sowie Kontakte zu rund 200 lokalen und überregionalen Beratungs- und Hilfsangeboten.

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