Bildrechte: MDR/ Anne Misselwitz/ThurnFilm Fotograf: MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Neue Doku von MDR und rbb für ARD History über die DDR-Staatssicherheit 

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Leipzig (ots)

„Die Freiheit, die Stasi und der Tod – Das kurze Leben des Matthias Domaschk“ ist eine Dokumentation von ThurnFilm im Auftrag von MDR und rbb für ARD History. Sie zeigt, wie in der DDR die Staatssicherheit funktionierte und sich eine unangepasste Jugend nach Selbstbestimmung sehnte. Die Doku ist ab sofort in der ARD Mediathek zu sehen und wird am 9. November, 22.50 Uhr, im Ersten ausgestrahlt sowie am 15. November um 22 Uhr im MDR-Fernsehen.

Im April 1981 sind der 23-jährige Matthias Domaschk und sein Freund Peter Rösch auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier nach Ost-Berlin. Doch sie erreichen ihr Ziel nicht: Die Staatssicherheit holt die jungen Männer aus dem Zug. Zwei Tage später ist Matthias tot – gestorben in einem Untersuchungsgefängnis der Stasi. Matthias‘ Familie und viele seiner Freunde zweifeln bis heute am angeblichen Selbstmord des jungen Vaters. Sein Tod wird in den Jahren danach zum Symbol für den erstarkenden Widerstand gegen die SED-Diktatur.

„Die Freiheit, die Stasi und der Tod – Das kurze Leben des Matthias Domaschk“ rekonstruiert Matthias Domaschks Geschichte erstmalig multiperspektivisch mit seinen wichtigsten Angehörigen und Freunden, durch persönliche Dokumente und Einblicke in den Apparat der Staatssicherheit. Zugleich zeigt der Film die Geschichte einer unangepassten Jugend in der DDR, die sich nach Freiheit und Selbstbestimmung sehnt und deshalb ins Visier der Staatssicherheit gerät. Umfangreiches Filmmaterial, Original-Verhörprotokolle und animierte Szenen nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Zeitreise in das Leben der 70er und 80er Jahre in der DDR. Matthias‘ Träume und seine kritische Haltung damals sind auch für junge Menschen heute leicht nachzuempfinden. Die Frage nach der individuellen Verantwortung des Einzelnen in einer Gesellschaft stellt sich heute zudem wieder mehr denn je.

Zur Produktion

„Die Freiheit, die Stasi und der Tod – Das kurze Leben des Matthias Domaschk“ ist ein Film von Sabine Michel und Sonia Otto für ThurnFilm, Redaktion: Ina-Katrin Hüttig (MDR) und Rolf Bergmann (rbb). Die Idee zum Film ist inspiriert vom Buch „Jena-Paradies“ von Peter Wensierski. Gefördert wurde die Doku mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell.

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