Erfurt: Mann flüchtet vor Bundespolizei über Bahngleise
Erfurt (ots/red.)
Ein 20-jähriger Mann ist am Donnerstagnachmittag, dem 29. Oktober 2026, am Erfurter Hauptbahnhof vor der Bundespolizei geflüchtet. Dabei überquerte er Bahngleise, kletterte über eine Schallschutzmauer und versteckte sich später in einer Bankfiliale.
Zuvor war der Mann in einem ICE von Nürnberg nach Erfurt unterwegs gewesen. Bei einer Fahrkartenkontrolle konnte er keinen gültigen Fahrschein vorlegen. Da er sich außerdem weigerte, seine Personalien anzugeben, war eine Nacherhebung des Fahrpreises nicht möglich. Der Kundenbetreuer verständigte deshalb die Bundespolizei.
Beim Halt in Erfurt wurde der Reisende von der weiteren Beförderung ausgeschlossen. Als die Beamten seine mitgeführten Gegenstände nach Ausweisdokumenten durchsuchen wollten, ergriff er plötzlich die Flucht.
Der Mann rannte über die Bahngleise in Richtung einer Schallschutzmauer, überkletterte diese und flüchtete weiter in Richtung Innenstadt. Wie gefährlich sein Verhalten war, zeigte sich wenige Augenblicke später: Ein ICE durchfuhr den Erfurter Hauptbahnhof.
Die Bundespolizisten nahmen die Verfolgung auf, nutzten dabei jedoch ausschließlich sichere Wege. Im Bereich des Juri-Gagarin-Rings verloren sie den Flüchtigen zunächst aus den Augen.
Der 20-Jährige hatte sich inzwischen in eine Bankfiliale begeben und hinter einem Geldautomaten versteckt. Eine aufmerksame Passantin gab den Beamten den entscheidenden Hinweis auf seinen Aufenthaltsort. Die Polizisten brachten den Mann anschließend zur Dienststelle, wo seine Identität festgestellt werden konnte. Bei ihm handelt es sich um einen 20-jährigen Staatsangehörigen aus Benin.
Warum er vor den Beamten geflüchtet war, blieb zunächst unklar. Der Mann muss sich nun wegen der erschlichenen ICE-Fahrt und des unerlaubten Betretens der Gleisanlagen verantworten.
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