Jetzt werden noch die Säulen der Coudraykirche in Mittelpöllnitz restauriert
Jahrelange Förderung zahlt sich aus
Einen Fördervertrag über 4.000 Euro für die Restaurierung der sechs den Altar flankierenden Säulen in der Coudraykirche in Mittelpöllnitz sowie weiterer vier Säulen dort, die die Orgelempore schmücken, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale bereit.
Eine verputzte Chorturmkirche mit achteckigem Schiff, rechteckigem Eingangsvorbau im Westen und quadratischem Chorturm im Osten errichtete man unter Mitwirkung von Clemens Wenzeslaus Coudrays 1826/1827 zentral im Dorf an der Stelle einer vorreformatorischen Vorgängerkirche, die wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.
Der vermutlich ältere Turm endet über einem zweigeschossigen quadratischen Unterbau in einem achteckigen Aufsatz mit Schallluken. Ihn bekrönt eine verschieferte Laterne mit Knopf und Wetterfahne. Den westlichen Portalvorbau mit doppelflügeligem Eingangsportal flankieren seitlich Lisenen.
Die Kirche ist weitgehend original klassizistisch erhalten. Den Innenraum prägen zweigeschossige Emporen auf schlanken hohen Holzsäulen. Die Orgel stammt von 1828. Das achteckige Kirchenschiff deckt ein verschiefertes Zeltdach mit Dachhäuschen. Dessen Fenster belichten ein hölzernes Klostergewölbe, das den Zentralraum überspannt.
Durch marode Dachdeckung drang Nässe in den Dachstuhl ein und schädigte die Konstruktion. In ersten Bauabschnitten erfolgten die Instandsetzung bzw. Erneuerung der Kirchenfenster, der Dachschalung und Dachdeckung des Kirchenschiffs sowie der Dachentwässerung am Schiff, die Reparatur der Dachkonstruktion und eine Schwammsanierung. Nun kann man sich wieder dem Innenraum widmen.
Die Coudraykirche gehört seit 2015 zu den heute über 600 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte.

