Herzogliches Museum zur Museumsnacht Foto: Philipp Hort

Gotha: 20. Museumsnacht auf Schloss Friedenstein mit Führungen, Musik und besonderen Erlebnissen

Anzeige

Samstag, 24. Oktober, 18 bis 23 Uhr – Schloss Friedenstein und Herzogliches Museum

Ein Museum voller Geschichten, Kunstwerke mit überraschenden Perspektiven und Geschichte, die lebendig wird: Am Samstag, 24. Oktober, lädt die Friedenstein Stiftung Gotha zur 20. Museumsnacht ein. Schloss Friedenstein und das Herzogliche Museum öffnen ihre Türen für einen Abend mit besonderen Führungen, Musik, kreativen Angeboten und ungewöhnlichen Begegnungen mit den Sammlungen. Besondere Highlights in diesem Jahr sind das Finale des Projektes „Stadt_Land_Schloss“, die neue Friedenstein-App für das Herzogliche Museum und die literarische Reihe „Die Beredsamkeit der Dinge“.

Los geht es um 18 Uhr mit dem traditionellen Lampionumzug für Kinder und Familien von der Orangerie in den Schlosshof. Musikalisch begleitet wird der Auftakt vom Fanfahren- und Showorchester Gotha. Auch Casimir, die Schlossmaus, und die Fahnen des Projekts „Stadt_Land_Schloss“ sind mit dabei. Ab 18.30 Uhr öffnen Schloss Friedenstein und das Herzogliche Museum ihre Türen. Im Schlosshof sorgen DJ Tom und Christian Kasa bis Mitternacht für musikalische Begleitung.

„Stadt_Land_Schloss“: Von Festen, Fahnen und Feinschmeckern

Ein Sommer voller Begegnungen auf Dörfern rund um Gotha liegt bereits hinter dem Projekt „Stadt_Land_Schloss“, das Schloss- und Dorfgeschichte auf kreative Weise zusammenbringt. Gemeinsam mit Geschichts- und Heimatvereinen vor Ort und inspiriert durch die reiche Kulturgeschichte des Schloss Friedensteins, der Thüringer Walddörfer und der Ortschaften des Nessetals sind Festumzüge, Führungen durch verwunschene Lustschlösser, poetische Fahnen und Wimpel und jede Menge Papier-Kunst entstanden.

In der Museumsnacht werden die Ergebnisse des Projekts auf besondere Weise erlebbar: Um 19 Uhr kommen in der Skulpturenhalle des Herzoglichen Museums bei einer Versteigerung Papierskulpturen unter den Hammer. Dazu gibt es Wissenswertes über historische Speisen und Kostproben vor Ort. Später ziehen die im Projekt entstandenen Fahnen, begleitet von Musik, vom Herzoglichen Museum hinauf zum Schloss. Im Festsaal erwartet das Publikum eine Performance mit höfischen und ländlichen Tänzen, gestaltet mit dem art der stadt e. V. und Musikern der Other Music Academy Weimar. Um 21 Uhr klingt das Projekt bei historischem Punsch im Schlosshof aus.

Das Herzogliche Museum neu entdecken – mit der Friedenstein-App

Auch digital gibt es Neues zu entdecken: Die Friedenstein-App erweitert den Museumsbesuch um digitale Perspektiven. Sie vermittelt Hintergründe und Geschichten und ermöglicht neben dem Original, die Objekte in hochauflösenden Fotos und 3D-Modellen ganz genau zu betrachten. Bei der Präsentation von 20 bis 22 Uhr im Treppenhaus des Museums können Interessierte die Anwendung kennenlernen und selbst ausprobieren.

„Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“

Wer Kunst lieber im direkten Gespräch entdeckt, kann sich von 19 bis 22 Uhr in der Ausstellungshalle an vier Stationen Rembrandt und seiner Bildwelt nähern. Kurze Impulse zu Radierung, Tronies, Echtheit und rätselhaften Blicken laden dazu ein, genauer hinzusehen. In der Rembrandt-Werkstatt im Grafikkabinett können zudem kreative Techniken ausprobiert und eigene Spuren auf Papier hinterlassen werden.

„Die Beredsamkeit der Dinge“: Wenn Objekte Geschichten erzählen

Was bleibt von den Dingen – und was erzählen sie über Vergänglichkeit und Erinnerung? Die literarische Reihe „Die Beredsamkeit der Dinge“ widmet sich in diesem Jahr unter dem Titel „Was bleibt“ ausgewählten Lieblingsexponaten der Schriftstellerin Katharina Hartwell. In kurzen literarischen Objekttexten erkundet sie die Spannung zwischen dem Wunsch, Dinge zu bewahren, und ihrem Vergehen. Bei Lesungen mit anschließender kurzer Führung um 20 Uhr und 21.30 Uhr im Bereich Deutsche Malerei des Herzoglichen Museums begegnen sich Literatur und Kunst auf besondere Weise. Die Texte laden dazu ein, vertraute Objekte neu zu betrachten und ihre Geschichten jenseits der üblichen Museumsbeschriftungen zu entdecken.

Ein Abend voller Entdeckungen

Auch darüber hinaus bietet die Museumsnacht zahlreiche Gelegenheiten, den Friedenstein aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Registrar Christiane Backhaus erzählt, wie man Rembrandt-Bilder auf Reisen schickt, Restauratoren geben Einblicke in ihre Arbeit und die Geschichten hinter ausgewählten Objekten. Im Gardesaal präsentiert das Team, das an der Hochwertige Digitalisierung der Museumsobjekt arbeitet, Kunstkammerstücke im Blitzlicht, im Westturm können Kinder im BROMACKER lab kreativ in die Welt der Urzeit eintauchen und bei „Tiere im Turm“ Haie, Rochen und Stichlinge entdecken. Im Schloss laden unter anderem eine Gespenstersuche mit Quiz und eine Familienführung durch die Kunstkammer zum Mitmachen ein. Im Herzoglichen Museum führen Taschenlampenführungen ins Alte Ägypten, eine Fächerführung erkundet florale Motive aus drei Jahrhunderten, und Kurzführungen widmen sich Lucas Cranach und der Reformation. Musik von Geige und Oboe, Flöten- und Gitarrenklänge sowie Orgelkonzerte in der Schlosskirche ergänzen das Programm. Auch ein Blick hinter die Kulissen des Ekhof-Theaters und Führungen durch die historischen Schauräume der Forschungsbibliothek Gotha stehen auf dem Programm.

Die 20. Museumsnacht auf dem Friedenstein findet am Samstag, 24. Oktober 2026, von 18 bis 23 Uhr statt. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 12 Jahre haben freien Eintritt. Bei einigen Führungen ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt.

Aktuelle Nachrichten und Meldungen aus der Stadt Gotha finden Sie auf Gotha-Aktuell – Stadt Gotha.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit der Nutzung dieses Formulars erteile ich meine Zustimmung das meine Daten ausschließlich zum Zweck der Beantwortung Ihres Anliegens bzw. für die Kontaktaufnahme und die damit verbundene technische Administration gespeichert und verwendet werden. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist unser berechtigtes Interesse an der Beantwortung Ihres Anliegens gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Zielt Ihre Kontaktierung auf den Abschluss eines Vertrages ab, so ist zusätzliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Ihre Daten werden nach abschließender Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Dies ist der Fall, wenn sich aus den Umständen entnehmen lässt, dass der betroffene Sachverhalt abschließend geklärt ist und sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.