Gotha: Kübelpflanzen der Herzoglichen Orangerie ziehen um
In der Herzoglichen Orangerie Gotha beziehen die Kübelpflanzen ihr Winterquartier. Wie jedes Jahr am Ende der warmen Jahreszeit bringt das Parkpflegeteam der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) die rund 230 Palmen, Lorbeer- und Zitrusbäume ins barocke Lorbeerhaus. Die kleineren Kübelpflanzen wie Schmucklilien, Agaven und Yuccas sind schon in den Pflanzenhäusern aufgestellt, ebenso die die Fuchsien-, Bleiwurz- und Enzianstrauchstämmchen aus den Blumenbeeten. Die aufwendige Prozedur der Einwinterung der kälteempfindlichen Exoten wiederholt sich jedes Jahr je nach Witterung von Ende September bis Mitte Oktober. Im Anschluss werden die Blumenbeete beräumt und für das Setzen der 7.000 Blumenzwiebeln für die nächste Frühjahrbepflanzung vorbereitet

Anders als im 18. und 19. Jahrhundert setzt das Team heute Fahrzeuge für den Transport der großen, zum Teil mehr als eine halbe Tonne schweren Pflanzen ein. „Dennoch ist auch hier Fingerspitzengefühl und einiges an Handarbeit nötig, um die Pflanzen wohlbehalten und ohne Schäden an Stamm, Wurzel oder Krone in die Häuser zu bringen“, so Parkverwalter Jens Scheffler von der STSG. „Wichtig für die optimale Unterbringung der mediterranen Pflanzen im Winter ist es, die Lichtverhältnisse im Haus zu beachten und die Pflanzen nicht zu dicht zu stellen, da sich sonst Schädlinge und Krankheitserreger schnell im gesamten Bestand ausbreiten können.“
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