Veranstaltungsreihe Queer-Jüdische Tage Thüringen 2026 – Programm veröffentlicht
Mit einer landesweiten Veranstaltungsreihe setzen Vielfalt Leben – QueerWeg Verein für Thüringen e. V., die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS Thüringen) und das ver.di Bildungswerk Thüringen e.V. erneut gemeinsam ein klares Zeichen für Vielfalt, Bildung und gelebte Solidarität. Die Queer-Jüdischen Tage beleuchten die Verschränkungen, Herausforderungen und Vielfältigkeit queeren und jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart.
Obwohl sowohl queeres als auch jüdisches Leben feste Bestandteile der Thüringer Kultur und Gesellschaft sind, wird die Überschneidung – also die Lebensrealitäten von Menschen, die sowohl queer als auch jüdisch sind – in der Öffentlichkeit noch viel zu selten wahrgenommen. Gleichzeitig nehmen gesellschaftliche Anfeindungen, Mehrfachdiskriminierungen und die Überschneidungen von Antisemitismus und Queerfeindlichkeit besorgniserregend zu.
Das Programm der Aktionswochen umfasst einen Vortrag, Filmvorführung, Lesungen und Begegnungsräume. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen nicht über, sondern mit Betroffenen gesprochen wird.
Das vollständige Programm sowie weiterführende Informationen finden Sie unter: www.queerweg.de/queer-juedische-tage
**Veranstalter*innen:**
gefördert von:
– Statement Vielfalt Leben – QueerWeg e.V.: „Queeres Leben ist vielfältig. Mit den Queer-Jüdischen Tagen schaffen wir Räume der Zuflucht und der Feier von Identitäten, in denen jüdische queere Menschen sich in ihrer Gesamtheit gesehen und gestärkt fühlen. Das Eintreten gegen Queerfeindlichkeit muss Hand in Hand gehen mit dem konsequenten Kampf gegen Antisemitismus.“
– Statement RIAS Thüringen: „Wir beobachten eine besorgniserregende Zunahme antisemitischer Vorfälle – auch in vermeintlich progressiven Räumen. Um wirksamen Schutz und Solidarität zu gewährleisten, müssen wir Vorfälle präzise benennen, Handlungsräume aufzeigen und Betroffenen zuhören. Die QueerJüdischen Tage schaffen diese Notwendigkeit mit wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Solidarität.“
– Statement ver.di Bildungswerk: „Demokratie- und Gewerkschaftsarbeit endet nicht am Betriebstor. Bildungsarbeit für Vielfalt und der entschiedene Schutz von Menschenrechten gegen Hass und Diskriminierung sind Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft. Wir freuen uns, als Kooperationspartner politische Bildung greifbar zu machen und empowernd zu gestalten.“
Gefördert werden die Veranstaltungen aus Mitteln der Thüringer Staatskanzlei, des Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, sowie durch die Stadt Erfurt.

