Weniger Jugendarbeitslose in Thüringen
Arbeitsministerin Schenk: „Jeder junge Mensch braucht eine echte Chance“
Zum Ende des Monats September hat die Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen – die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Thüringen veröffentlicht. Demnach waren 69.052 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.736 weniger als im August. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,3 Prozent.
Besonders deutlich ging die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen zurück. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf die saisonale Herbstbelebung und den Start zahlreicher Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen.
Arbeitsministerin Katharina Schenk: „Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit ist ein gutes Signal. Er zeigt, dass Unterstützung am Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit ankommt. Wenn wir das System flexibel halten und möglichst individuell auf die jeweiligen Bildungshemmnisse reagieren, schaffen wir echte Perspektiven für die Zukunft und sorgen dafür, dass niemand zurückbleibt.“
Gerade für junge Menschen, die Schwierigkeiten beim Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit haben, braucht es passgenaue Unterstützung. Ein wichtiges Instrument ist dabei die ESF Plus-Aktivierungsrichtlinie. Sie hat zum Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit von arbeitslosen jungen Menschen und Eltern zu verbessern, um eine nachhaltige soziale und berufliche Integration zu erreichen.
Das gilt auch für junge Menschen mit Migrationsgeschichte. Hier unterstützt Thüringen mit dem Landesprogramm „Arbeit für Thüringen“ aktiv die Eingliederung junger Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft und den Thüringer Arbeitsmarkt. Erfreulicherweise zeigen die aktuellen Arbeitsmarktzahlen, dass die Arbeitslosigkeit bei Menschen ausländischer Herkunft im September prozentual besonders stark zurückgegangen ist.
„Projekte, wie BvB-Pro – Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme mit produktionsorientiertem Ansatz – oder PLAN A, setzen genau dort an, wo Unterstützung besonders gebraucht wird: Bei jungen Menschen, die Schwierigkeiten beim Einstieg in Ausbildung und Arbeit haben – etwa nach einem Schulabbruch“, so Schenk. „Die Programme arbeiten eng und individuell mit den Jugendlichen zusammen, schaffen Orientierung, vermitteln praktische Erfahrungen und bringen junge Menschen mit Betrieben zusammen. So schaffen wir eine Förderkette, die jungen Erwachsenen Schritt für Schritt die Chance auf eine schulische oder berufliche Ausbildung eröffnet.“
Abschließend betont die Ministerin: „Die aktuellen Zahlen sind ein ermutigendes Signal. Wir müssen diesen Weg gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und den Trägern vor Ort weitergehen und dafür sorgen, dass junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft eine echte Chance auf Ausbildung und Arbeit bekommen.“
Weitere Informationen: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-sat/presse/2026-62-thuringen-leichte-herbstbelebung-am-arbeitsmarkt


