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Kompression gegen Cellulite: Mythos oder reale Wirkung?

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Kompressionskleidung verspricht straffere Beine und ein glatteres Hautbild, aber kann der Druck von außen Cellulite tatsächlich reduzieren? Ganz so einfach ist es nicht, allerdings wird die Erscheinung der Haut durch die richtige Kleidung wirklich beeinflusst. An den eigentlichen Ursachen der typischen Dellen ändert sie wenig, doch sie kann dazu beitragen, das Wohlbefinden zu verbessern und beim Sport hilfreich zu sein.

Wie entsteht Cellulite wirklich?

Cellulite ist keine Erkrankung, sondern eine normale Veränderung des (primär weiblichen) Unterhautgewebes. An Oberschenkeln, Po und Hüften sind die Folgen am häufigsten zu sehen.

Im weiblichen Bindegewebe verbinden Fasern die Haut mit den tieferliegenden Gewebeschichten, während dazwischen unter anderem Fettgewebe eingelagert ist. Wenn sich die Fettzellen vergrößern oder stärker nach oben drücken, verwölbt sich das Gewebe zwischen den Bindegewebssträngen. Die festen Fasern ziehen die einzelnen Bereiche nach unten und es kommt zur sogenannten Orangenhaut.

Hochwertige Kompressionsstrümpfe üben gezielt Druck auf das Bein auf und werden eingesetzt, um den venösen Rückfluss zu optimieren. Die Haut wirkt dann unter der Oberbekleidung straffer, außerdem kann die Flüssigkeit im Gewebe in einigen Fällen minimiert werden.

Wie kann Kleidung die Bildung von Cellulite beeinflussen

Kleidung selbst verursacht keine Orangenhaut, selbst wenn häufig enge Hosen getragen werden. Verantwortlich sind die Strukturen des Binde- und Fettgewebes sowie hormonelle und genetische Faktoren.

Die richtige Kleidung kann aber beeinflussen, wie stark Cellulite zu sehen ist. Straffe Materialien komprimieren das Gewebe und gleichen Unebenheiten optisch aus. So kann eine Anti Cellulite Leggings unter der eigentlichen Hose dazu führen, dass die Haut und das Gewebe straffer wirken, gleichzeitig erzeugen die Kleidungsstücke eine Art Massageeffekt auf der Haut.

Welche Kleidung ist gut bei bestehender Cellulite?

Wenn man bereits Cellulite hat, muss Kleidung nicht nach medizinischen Kriterien ausgewählt werden. Wichtig ist stattdessen, dass sie bei Bewegung und auch beim Sport gut sitzt und ausreichend Bewegungsfreiheit bietet. Elastische Leggings und Sporthosen schmiegen sich gleichmäßig an den Körper an, Modelle aus festerem Stoff können Unebenheiten weniger deutlich sichtbar machen als zu dünne und weite Materialien.

Kompressionskleidung übt Druck auf das Gewebe aus und lässt das Gesamtbild straffer erscheinen.

Mindestens genauso wichtig ist aber, wofür die Kleidung genutzt wird. Regelmäßige Sporteinheiten können dazu beitragen, dass Cellulite weniger auffällt. Mithilfe von Krafttraining lässt sich Muskulatur aufbauen, während das Ausdauertraining und eine ausgewogene Ernährung die Reduktion von Körperfett unterstützen können. Dadurch kann die Hautoberfläche langfristig glatter wirken.

Was sollte man bei Cellulite meiden?

Enge formgebende Kleidung ist nicht nötig, wenn man Cellulite bekämpfen möchte, leicht komprimierende Strümpfe oder entsprechende Leggings können aber zum eigenen Wohlbefinden beitragen.

Zu vermeiden sind Crash-Diäten, denn dadurch geht meist kein Körperfett verloren, sondern Muskulatur. Eine dauerhaft ausgewogene Ernährung in Kombination mit Bewegung ist die bessere Option, um die Fettpolster zu reduzieren.

Vollständig glatte Haut lässt sich dadurch aber in der Regel auch nicht mehr erzielen, denn wenn die Orangenhaut einmal da ist, kann sie nur noch minimiert werden. Die Kombination aus einem gesunden Lifestyle mit der passenden Garderobe kann optisch aber viel dazu beitragen, die ungeliebten Dellen zu kaschieren oder zu verbergen.

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