Die Windmühle Tüngeda in Hörselberg wird weiter instandgesetzt
Das ganze Mühlenhaus steht auf einem Pfahl, dem Hausbaum
Bei der Windmühle in Tüngeda bei Hörselberg hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bereits das Ausrichten des Mühlenhauses und die Reparatur der Jalousieflügel gefördert. Nun geht die Instandsetzung weiter. Die DSD unterstützt dank zahlreicher Spenden mit 9.000 Euro die Erneuerung der Lärchenholz-Verschalung, Arbeiten am Mühlenaufgang, die Aufarbeitung der Fenster und der Brettertür am Aufgang sowie die Instandsetzung der Dachanschlüsse. Um die Mühle kümmert sich der 2014 gegründete Feuerwehr- und Heimatverein Tüngeda e.V., der sich insbesondere der Instandhaltung der Mühle angenommen hat. Regelmäßig finden Feste, Informationsveranstaltungen und Führungen an der und um die Mühle herum statt, auch mit dem Ziel, finanzielle Mittel für die Sanierung einzuwerben.
Am Rand des Ortes Tüngeda erhebt sich am Wiegleber Weg die Bockwindmühle als einzige noch erhaltene ihrer Art im Wartburgkreis. Die 1840/41 erbaute Bockwindmühle zeugt als technisches Denkmal weit über die Kreisgrenzen hinaus vom Arbeitsalltag und der Lebensmittelproduktion ihrer Bauzeit. Für das kleine Tüngeda ist die Mühle am Ortsrand des Ortes ein zentraler Treffpunkt.
Die Bockwindmühle besteht aus mehreren Holzteilen. Ihr Kernmerkmal ist der Stand des Mühlenhauses auf einem einzelnen, dicken Pfahl, der als Hausbaum bezeichnet wird. Darüber hinaus befindet sich senkrecht unter der eigentlichen Mühle ein Stützgestell, das als Bock bezeichnet wird und damit namensgebend ist. An der Vorderseite sind Jalousieflügel angebracht. Die Flügelfläche wird durch Jalousieklappen gebildet. Aus dem Flügelwellenkopf ragt ein Verstellmechanismus heraus, der Spinnenkopf. Der Bock steht auf einem Fundament.
Die Windmühle gehört seit 2022 zu den heute über 600 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte.


