Erfurt: Zweites Brückenteil am Schmidtstedter Knoten eingeschoben

Zweites Brückenteil am Schmidtstedter Knoten in Erfurt erfolgreich eingeschoben Foto: DB InfraGO/Thomas Walter
Anzeige

Mehr als 20 Meter langes und gut 16 Meter breites Bauteil auf „Tausendfüßlern“ transportiert • Arbeiten im Zeitplan und auf der Zielgeraden • Wiederaufnahme des Zugverkehrs voraussichtlich am 1. Oktober, Freigabe für den Straßenverkehr Ende Oktober

(Erfurt, 9. September 2026) Millimeterarbeit mit einem Koloss: Am Schmidtstedter Knoten neben dem Erfurter Hauptbahnhof hat die DB InfraGO auch den zweiten neuen Brückenträger in seine vorgesehene Position gebracht. Das 1.000 Tonnen schwere, mehr als 20 Meter lange und gut 16 Meter breite Bauteil wurde auf selbstfahrenden Spezialfahrzeugen für Schwerstlasten an seinen endgültigen Platz gebracht. Sogenannte SPMT (Self-Propelled Modular Transporter) des Unternehmens Mammoet, Spitzname „Tausendfüßler“, waren dafür im Einsatz. Die Fahrzeuge nahmen den kompletten Walzträger auf und bewegten ihn langsam und kontrolliert.

Damit sind die Expertinnen und Experten der DB mit dem Brückenbau auf der Zielgeraden. Die beiden neuen Bauteile werden als nächstes durch eine Fuge abgedichtet. Dann verlegen Mitarbeitende neue Gleise, errichten unter anderem Signale und Oberleitungen. Der Zugverkehr wird voraussichtlich ab dem 1. Oktober wieder aufgenommen. Die Brücke verläuft unter den Gleisen 9 und 10. Ende Oktober erfolgt nach Aufräumarbeiten und der Beseitigung von tausenden Tonnen Schutt die vollständige Freigabe des Schmidtstedter Knotens für den Straßenverkehr.

Thomas Walter, Projektleiter bei der DB InfraGO: „Wir wollen, dass die Züge bald wieder über die Gleise 9 und 10 rollen und die Erfurterinnen und Erfurter ihre zentrale Kreuzung wieder befahren können. Alle Beteiligten legen sich dafür mächtig ins Zeug. An dieser Stelle möchte ich mich für diesen Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit einmal herzlich bedanken.“

Rückblick:

Erst am 18. August 2026 hatte die DB InfraGO den alten Brückenüberbau aus dem Jahr 1976 in einem Stück ausgehoben, auf die Kreuzung gefahren und dort in Einzelteile zerlegt: 1.500 Tonnen, 38 Meter lang, 13 Meter breit.

Vor Ort waren zuvor über mehrere Wochen hinweg die beiden neuen Träger montiert und gegossen worden. Am 2. September wurde der rechte Brückenträger in seine Endlage gefahren (850 Tonnen, 20 Meter lang, 14,75 Meter breit), am 9. September nun auch der linke.

Hintergrund

Der bisherige, 50 Jahre alte Brückenüberbau war mit sogenanntem Hennigsdorfer Spannstahl ausgerüstet, der von Spannungsrisskorrosion betroffen sein kann. Die DB hatte deshalb entschieden, den Brückenüberbau zu ersetzen.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit der Nutzung dieses Formulars erteile ich meine Zustimmung das meine Daten ausschließlich zum Zweck der Beantwortung Ihres Anliegens bzw. für die Kontaktaufnahme und die damit verbundene technische Administration gespeichert und verwendet werden. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist unser berechtigtes Interesse an der Beantwortung Ihres Anliegens gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Zielt Ihre Kontaktierung auf den Abschluss eines Vertrages ab, so ist zusätzliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Ihre Daten werden nach abschließender Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Dies ist der Fall, wenn sich aus den Umständen entnehmen lässt, dass der betroffene Sachverhalt abschließend geklärt ist und sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.