Gotha: Umfangreiches Programm zum Tag des offenen Denkmals vorgestellt
Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ findet am 13. September 2026 der diesjährige Tag des offenen Denkmals in Gotha statt. Im Mittelpunkt stehen Denkmale als Teil historischer und moderner Infrastruktur sowie ihre Bedeutung für Stadtentwicklung, Mobilität, Kultur und gesellschaftliches Leben. Zahlreiche historische Gebäude, technische Anlagen, Kirchen, Museen und Gartenanlagen öffnen an diesem Tag ihre Türen und laden dazu ein, das kulturelle Erbe der Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
Die Eröffnung beginnt um 10 Uhr am Depot der Thüringer Waldbahn und Straßenbahn Gotha in der Waltershäuser Straße 98. Oberbürgermeister Knut Kreuch eröffnet dort das Tagesprogramm. Im Anschluss erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in das Depot und die Werkstatt sowie in die Arbeit zum Erhalt historischer Straßenbahnfahrzeuge. Vorgestellt wird dabei auch das Engagement des Vereins Gothaer Straßenbahnfreunde.
Von 11 bis 16 Uhr finden stündlich Führungen durch Depot und Werkstatt statt. Darüber hinaus werden Rundfahrten mit historischen Fahrzeugen angeboten. Um 11 Uhr führt eine Fahrt in Richtung Krankenhaus, um 12 Uhr zum Boxberg. Die Fahrkarte kostet drei Euro. Bei entsprechender Nachfrage sind zusätzliche Führungen und Ausfahrten möglich.
Im Laufe des Tages können zahlreiche weitere Denkmale, Ausstellungen und besondere Orte in Gotha individuell oder im Rahmen von Führungen besucht werden.
Im Stadtpark-West · Arnoldigarten beginnt um 14 Uhr am Berggarten eine Führung durch das Gartendenkmal. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher wird um Anmeldung bis zum 10. September 2026 gebeten (telefonisch unter 03621 222-604 oder per E-Mail an denkmalschutz@gotha.de).
Auf Schloss Friedenstein wird um 11 Uhr eine öffentliche Kurzführung durch den Nordflügel angeboten. Die Führung ist kostenfrei, zusätzlich ist der reguläre Eintritt von 12 Euro beziehungsweise ermäßigt 6 Euro zu entrichten; Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Eine Anmeldung unter service@friedensteinstiftung.de wird empfohlen.
Im Herzoglichen Museum beginnt um 13 Uhr die öffentliche Kurzführung „Weltkunst entdecken“. Dort ist zugleich die Sonderausstellung „Rembrandt 1632. Entdeckung einer Marke“ zu sehen. Auch hier ist die Führung kostenfrei, der reguläre Museumseintritt fällt zusätzlich an und eine vorherige Anmeldung wird empfohlen.
Das Forschungszentrum der Universität Erfurt am Schlossberg 2 bietet um 11 und 13 Uhr Führungen zum Thema „Forschungsinfrastruktur und wissenschaftliche Netzwerke: Das Forschungszentrum Gotha im historischen Landschaftshaus“ an.
Die historische Pumpenanlage und Wasserkunst am Hauptmarkt 17 kann zwischen 10 und 13 Uhr im Rahmen einer Führung und der Besichtigung der Leinakanalausstellung erkundet werden.
In der Augustinerkirche und im Augustinerkloster am Klosterplatz sind Kirche und Kreuzgang von 11 bis 15 Uhr zugänglich.
Das Waidhaus in der Gretengasse 2 widmet sich dem Anbau und der Verarbeitung von Färberwaid in Gotha und Umgebung und bietet von 11 bis 15 Uhr stündliche Führungen an.
Die Margarethenkirche am Neumarkt ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet; in diesem Zeitraum kann auch der Turm besichtigt werden.
Einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht außerdem das Kulturhaus am Ekhofplatz 3. Führungen finden von 10 bis 11.30 Uhr, von 12 bis 13.30 Uhr und von 14 bis 15.30 Uhr statt.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen ist hierfür eine Anmeldung bis zum 10. September 2026 erforderlich. Anmeldungen sind telefonisch unter 03621 222-604 oder per E-Mail an denkmalschutz@gotha.de möglich. Für die Führungen im Kulturhaus weist auch das veröffentlichte Programm ausdrücklich auf die begrenzte Teilnehmerzahl und die erforderliche Anmeldung hin.
Technikgeschichtlich Interessierte können das Technik- und Geschichtsmuseum im Föbi-Bildungszentrum in der Südstraße 15, Alte Mälzerei, besuchen. Dort beginnt um 14 Uhr der Vortrag „Fahrzeugbau Gotha. Autos Made in GDR, die nie gebaut wurden“. Anschließend werden bis 18 Uhr Führungen durch die Ausstellung angeboten.
Das Deutsche Versicherungsmuseum in der Bahnhofstraße 3a ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
Weitere Programmpunkte führen in die Orangerie, deren Orangenhaus von 14 bis 17 Uhr mit einer Ausstellung sowie Kaffee und Kuchen geöffnet ist, und in das Schloss Friedrichsthal in der Friedrichstraße 5, das von 10 bis 14 Uhr besichtigt werden kann.
Die Kirche St. Helena in Gotha-Siebleben steht von 11 bis 16.30 Uhr offen.
Das Gustav-Freytag-Haus in der Weimarer Straße 145 lädt von 14 bis 17 Uhr zur Besichtigung des Hauses, der Gedenkstätte und des Parks ein. Ergänzt wird das Angebot dort durch Kaffee, Kuchen und ein Begleitprogramm.
Auch im Stadtraum gibt es verschiedene Möglichkeiten, Gothas Geschichte zu entdecken. Um 11 Uhr startet auf dem Vorplatz des Gothaer Bahnhofs der Stadtrundgang „Vom Bahnhof bis zum Brühler Tor“.
Um 14 Uhr beginnt am Pavillon in der Friedrich-Ebert-Straße ein Erlebnisrundgang durch die Gartensiedlung „Am Schmalen Rain“.
Zusätzlich beteiligen sich weitere Einrichtungen am Tag des offenen Denkmals. Das Stadtbad Gotha bietet zwei Führungen an, darunter ein speziell an Kinder gerichtetes Angebot.
In unmittelbarer Nähe öffnet auch die Arnoldischule ihre Türen. Dort können Gäste den Klängen der Schulorgel lauschen und sich von Schülerinnen und Schülern durch das Schulgebäude oder auf die schuleigene Sternwarte führen lassen.
Im Kindergarten Sonnenblume vermittelt ein Diavortrag Einblicke in die Geschichte der Einrichtung, die früher den Namen „Buratino“ trug.
Informationen zu Uhrzeiten, Einzelheiten und gegebenenfalls erforderlichen Anmeldungen für diese zusätzlichen Angebote sind in der App „Tag des offenen Denkmals“ bzw. auf der gleichnamigen Internetseite zu finden.
Das Programm zum Tag des offenen Denkmals ist zudem über Flyer und Plakate, in der Gothaer Tourist-Information, an weiteren öffentlichen Stellen sowie auf der Internetseite der Stadt Gotha erhältlich.
Mit der großen Bandbreite von historischen Verkehrsmitteln und technischen Anlagen über bedeutende Bau- und Gartendenkmale bis hin zu Museen, Kirchen, Bildungseinrichtungen und stadtgeschichtlichen Rundgängen bietet der Aktionstag vielfältige Möglichkeiten, Gothas Geschichte und kulturelles Erbe unmittelbar zu erleben.
Programmflyer:
Tag des offenen Denkmals 2026 – Programmflyer
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