Gotha: ThINKA zieht positive Bilanz nach erstem Projektjahr
Seit dem Projektstart vor rund einem Jahr hat sich ThINKA Gotha als feste Anlaufstelle in den Stadtteilen Gotha-West und Gotha-Ost etabliert. Ziel ist es, Menschen miteinander zu vernetzen, soziale Teilhabe zu fördern und die Lebensqualität in den Stadtteilen nachhaltig zu stärken. Dabei setzt das Projekt auf drei zentrale Säulen: Sozialraumarbeit, Netzwerkarbeit und individuelle Beratung.
In den vergangenen zwölf Monaten konnten zahlreiche Angebote und Begegnungsmöglichkeiten in den Stadtteilen aufgebaut werden. So hat sich beispielsweise das Sprachcafé in Gotha-West als regelmäßiger Treffpunkt etabliert. Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen hier miteinander ins Gespräch, verbessern ihre Sprachkenntnisse und knüpfen neue Kontakte. Insgesamt wurden im ersten Projektjahr mehr als zehn Veranstaltungen und Beteiligungsformate durchgeführt. Sie boten den Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen, sich kennenzulernen und aktiv am Leben in ihrem Stadtteil mitzuwirken.
Ein wichtiger Bestandteil von ThINKA Gotha ist die Vernetzung der Akteure vor Ort. Mittlerweile umfasst das Netzwerk mehr als 80 Partnerinnen und Partner aus Vereinen, sozialen Einrichtungen, Bildungsträgern, Wohnungsunternehmen, Behörden, Kirchengemeinden und weiteren Institutionen. Einmal pro Quartal kommen die Netzwerkpartner zusammen, um aktuelle Entwicklungen in den Stadtteilen zu besprechen, Bedarfe auszutauschen und gemeinsame Projekte anzustoßen. Dadurch entstehen Synergien, Doppelstrukturen sollen vermieden werden und Unterstützungsangebote können besser aufeinander abgestimmt werden.
Neben der Arbeit in den Stadtteilen und den Netzwerken spielt die individuelle Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern eine zentrale Rolle. Im ersten Projektjahr wurden bereits mehr als 50 Einzelfallberatungen durchgeführt. Die Mitarbeitenden von ThINKA Gotha unterstützen unter anderem bei Rentenanträgen, Fragen zum Aufenthaltsrecht, der Jobsuche, Behördengängen oder beim Ausfüllen von Formularen. Oft sind es kleine Hilfestellungen, die Menschen den Zugang zu wichtigen Angeboten erleichtern und konkrete Probleme lösen.
Die Erfahrungen des ersten Projektjahres zeigen, wie wichtig wohnortnahe Anlaufstellen und starke Netzwerke für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. ThINKA Gotha versteht sich dabei als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen, Vereinen und Verwaltung.
Das positive Fazit nach einem Jahr: Viele neue Kontakte, gewachsene Netzwerke, erfolgreiche Unterstützungsangebote und zahlreiche Menschen, die sich aktiv in ihre Stadtteile einbringen. Diesen Weg möchte ThINKA Gotha gemeinsam mit den Partnern auch in Zukunft weitergehen und die Entwicklung der Quartiere in Gotha-West und Gotha-Ost nachhaltig begleiten.
Foto v.l.n.r. Mitarbeiterin Bildungsamt Stadt Gotha Christina Baumbach, Beigeordneter der Stadt Gotha Peter Leisner, Leiter des Bildungsamtes Stadt Gotha Marco Brandt, ThINKA-Mitarbeiterin Gotha-West Kristin Exel, ThINKA-Mitarbeiter Gotha-Ost Bert Krause, Oberbürgermeister der Stadt Gotha Knut Kreuch, Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie Katharina Schenk, Leiter VHS Bildungswerk Ronny Ludwig, Landrat des Landkreises Gotha Onno Eckert, ThINKA-Koordination Otto Thasler

