WhatsApp führt Benutzernamen ein: Was Nutzer jetzt beachten sollten

Bild: KI-generierte Illustration
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WhatsApp verändert die Art, wie neue Kontakte miteinander kommunizieren können. Nutzer sollen künftig nicht mehr zwingend ihre persönliche Handynummer weitergeben müssen. Stattdessen können sie einen individuellen Benutzernamen einrichten und darüber gefunden beziehungsweise angeschrieben werden.

Die Neuerung soll vor allem den Datenschutz verbessern. Wer beispielsweise mit einem Kleinanzeigenverkäufer, einem neuen Vereinsmitglied oder einem noch unbekannten Geschäftskontakt schreiben möchte, muss seine Telefonnummer künftig nicht mehr sofort preisgeben.

Allerdings wird die Funktion schrittweise eingeführt. Derzeit können Nutzer ihren gewünschten Benutzernamen zunächst reservieren. Die vollständige Verwendung der Namen soll im weiteren Verlauf des Jahres 2026 folgen. WhatsApp informiert die Nutzer innerhalb der App, sobald die Funktion im jeweiligen Land verfügbar ist.

Was ist ein WhatsApp-Benutzername?

Der Benutzername ist eine eindeutige Kennung, die einem einzelnen WhatsApp-Konto zugeordnet wird. Ein solcher Name kann beispielsweise folgendermaßen aussehen:

@max.mustermann

Andere Personen können diesen Namen verwenden, um Kontakt aufzunehmen, ohne dafür die dazugehörige Telefonnummer kennen zu müssen.

WhatsApp bleibt dennoch grundsätzlich an eine Mobilfunknummer gebunden. Die Telefonnummer wird weiterhin benötigt, um ein Konto einzurichten und zu verifizieren. Der Benutzername ersetzt also nicht die Registrierung per Telefonnummer, sondern dient als zusätzliche Kontaktmöglichkeit.

Warum führt WhatsApp Benutzernamen ein?

Bisher war die Telefonnummer das wichtigste Erkennungsmerkmal eines WhatsApp-Kontos. Wer mit einer anderen Person schreiben wollte, musste in der Regel deren Nummer kennen oder die eigene Nummer weitergeben.

Das kann problematisch sein, weil eine Telefonnummer häufig dauerhaft genutzt wird und mit zahlreichen persönlichen Bereichen verbunden ist. Sie wird beispielsweise bei Banken, Behörden, Onlineshops oder zur Zwei-Faktor-Anmeldung verwendet.

Mit den neuen Benutzernamen soll es möglich werden, zunächst Kontakt aufzunehmen, ohne die persönliche Nummer offenzulegen. Das kann unter anderem in folgenden Situationen sinnvoll sein:

  • bei Käufen und Verkäufen über Kleinanzeigen,
  • in Vereinen, Kursen oder Elterngruppen,
  • bei geschäftlichen Anfragen,
  • bei neuen Bekanntschaften,
  • bei der Kommunikation mit Dienstleistern,
  • für öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Selbstständige.

Schreibt ein Nutzer künftig erstmals über seinen Benutzernamen mit einer Person oder einem Unternehmen, soll die Telefonnummer für diesen neuen Kontakt nicht sichtbar sein. Voraussetzung ist, dass der Benutzername aktiviert wurde.

So lässt sich ein Benutzername reservieren

Die Reservierung ist nur mit einer aktuellen Version von WhatsApp möglich. Nach Angaben des Unternehmens befindet sich die entsprechende Funktion unter:

Einstellungen → Account → Benutzername

Dort kann ein gewünschter Name eingegeben und reserviert werden. Die genaue Darstellung kann sich je nach Betriebssystem und App-Version unterscheiden.

Fehlt der Menüpunkt, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass mit dem Konto oder Smartphone etwas nicht stimmt. WhatsApp verteilt die Neuerung schrittweise. Ein Update über den App Store beziehungsweise den Google Play Store ist dennoch empfehlenswert.

Welche Regeln gelten für den Benutzernamen?

Ein WhatsApp-Benutzername muss eindeutig sein. Derselbe Name kann daher nicht von mehreren Konten gleichzeitig verwendet werden.

Nach Angaben des WhatsApp-Hilfebereichs gelten unter anderem folgende Vorgaben:

  • Der Name muss zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein.
  • Er darf Kleinbuchstaben von a bis z enthalten.
  • Zahlen von 0 bis 9 sind erlaubt.
  • Punkte und Unterstriche können verwendet werden.
  • Bereits vergebene oder reservierte Namen stehen nicht mehr zur Verfügung.

Ein Beispiel wäre:

@max.mustermann26

Umlaute, Leerzeichen und verschiedene Sonderzeichen sind dagegen nicht vorgesehen.

Warum sich eine frühe Reservierung lohnen kann

WhatsApp wird nach eigenen Angaben von mehr als drei Milliarden Menschen genutzt. Entsprechend groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass häufige Namen bereits reserviert wurden oder schnell vergeben sein werden.

Besonders sinnvoll kann eine frühe Reservierung für folgende Nutzer sein:

  • Unternehmen und Selbstständige,
  • Vereine und Organisationen,
  • Künstler und öffentliche Personen,
  • Betreiber von Webseiten und Social-Media-Kanälen,
  • Personen mit häufig vorkommenden Namen.

Für Unternehmen, Organisationen und Content-Ersteller kann ein einheitlicher Name auf WhatsApp, Instagram und Facebook hilfreich sein. WhatsApp bietet deshalb unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, einen bereits verwendeten Instagram- oder Facebook-Namen zu beanspruchen.

Gibt es eine öffentliche Suche nach Benutzernamen?

Nein. WhatsApp plant kein frei durchsuchbares Verzeichnis aller Nutzernamen. Es soll auch keine automatischen Vorschläge für ähnlich klingende Namen geben.

Wer eine Person erstmals anschreiben möchte, muss den vollständigen und exakten Benutzernamen kennen. Dadurch soll verhindert werden, dass Fremde wahllos nach Personen suchen oder große Mengen von Konten durchsuchen können.

Ein Nutzer mit dem Namen @max.mustermann26 wird daher nicht automatisch angezeigt, wenn jemand lediglich nach „Max Mustermann“ sucht.

Was ist der zusätzliche Benutzernamen-Schlüssel?

WhatsApp führt neben dem eigentlichen Namen einen optionalen Benutzernamen-Schlüssel ein. Dieser soll eine zusätzliche Schutzebene schaffen.

Ist der Schlüssel aktiviert, reicht der Benutzername allein nicht aus, um erstmals Kontakt aufzunehmen. Die andere Person benötigt zusätzlich den passenden Schlüssel. Nutzer können damit gezielter steuern, wer sie über den neuen Namen anschreiben darf.

Der Schlüssel sollte deshalb nicht öffentlich zusammen mit dem Benutzernamen veröffentlicht werden, wenn der zusätzliche Schutz erhalten bleiben soll.

Bleibt die Telefonnummer für bestehende Kontakte sichtbar?

Bestehende Kontakte, die die Telefonnummer bereits im eigenen Adressbuch gespeichert haben, können sie weiterhin sehen. Der Benutzername entfernt eine bereits bekannte oder gespeicherte Nummer nicht automatisch.

Der Schutz richtet sich in erster Linie an neue Kontakte, denen die Nummer bisher noch nicht bekannt ist.

Auch bei Gruppen sollten Nutzer weiterhin genau prüfen, welche persönlichen Informationen sichtbar sind. Die Einführung von Benutzernamen bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche bisherigen Sichtbarkeitsregeln in bestehenden Gruppen oder Communitys sofort aufgehoben werden.

Kann der Benutzername später geändert werden?

Die Verwendung eines Benutzernamens ist freiwillig. WhatsApp erlaubt es grundsätzlich, einen Namen später zu ändern oder vollständig zu löschen.

Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Wird ein Benutzername geändert oder gelöscht, kann der bisherige Name anschließend möglicherweise von einer anderen Person beansprucht werden. Besonders Unternehmen und Betreiber bekannter Marken sollten Namensänderungen deshalb sorgfältig abwägen.

Vorsicht vor Betrug und gefälschten Namen

Die neue Funktion verbessert den Schutz der Telefonnummer, verhindert jedoch nicht automatisch Betrugsversuche.

Kriminelle könnten versuchen, Namen von Unternehmen, Angehörigen oder bekannten Personen nachzuahmen. Ein ähnlich geschriebener Benutzername ist kein Beweis dafür, dass tatsächlich die erwartete Person hinter dem Konto steht.

Nutzer sollten deshalb folgende Regeln beachten:

  • Bei Geldforderungen immer über einen zweiten Weg nachfragen.
  • Keine TAN, PIN oder Sicherheitscodes weitergeben.
  • Schreibweise des Benutzernamens genau kontrollieren.
  • Unbekannte Links nicht unüberlegt öffnen.
  • Auffällige Konten blockieren und melden.
  • Profilbild und Anzeigename nicht als Identitätsnachweis betrachten.
  • Den Benutzernamen-Schlüssel nur gezielt weitergeben.

WhatsApp empfiehlt, einen persönlichen und nicht leicht zu erratenden Namen zu wählen und bei Bedarf den zusätzlichen Schlüssel zu aktivieren.

Ein Benutzername muss nicht den echten Namen enthalten

Für Privatpersonen kann es sinnvoll sein, keinen vollständig vorhersehbaren Namen zu wählen. Eine Kombination aus Vorname, Geburtsjahr und Wohnort lässt sich häufig leicht erraten und kann zusätzliche persönliche Informationen preisgeben.

Besser geeignet ist ein Name, der sich gut merken lässt, aber keine sensiblen Daten enthält. Geburtsdatum, vollständige Anschrift oder Telefonnummer sollten nicht Bestandteil des Namens sein.

Unternehmen und Organisationen haben dagegen meist ein Interesse daran, einen leicht erkennbaren und einheitlichen Namen zu verwenden.

Fazit

Die Einführung von Benutzernamen gehört zu den größten Änderungen bei WhatsApp seit mehreren Jahren. Die Funktion kann die Privatsphäre deutlich verbessern, weil neue Kontakte nicht mehr automatisch die persönliche Telefonnummer erhalten müssen.

Noch befindet sich die Neuerung allerdings in einer schrittweisen Einführungsphase. Nutzer sollten WhatsApp aktuell halten und regelmäßig prüfen, ob unter den Einstellungen bereits die Reservierung angeboten wird.

Wer einen häufigen Namen verwendet, ein Unternehmen betreibt oder auf mehreren Plattformen unter derselben Bezeichnung auftritt, sollte seinen gewünschten Benutzernamen möglichst früh reservieren. Trotz des verbesserten Datenschutzes bleiben jedoch Wachsamkeit und eine sorgfältige Prüfung unbekannter Kontakte notwendig.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde redaktionell von Gotha-Aktuell erstellt. Bei der Texterstellung kam unterstützend eine KI-Assistenz (ChatGPT von OpenAI) zum Einsatz.

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