Bad Tabarz freut sich über originale Kneipp-Gießkanne
Die Touristinformation des Kneipp-Heilbades Bad Tabarz wird schon bald um eine besondere Sehenswürdigkeit reicher. Bürgermeister David Ortmann und Ehrenbürger Dr. Sigurd Scholze reisen gemeinsam mit einer kleinen Bad Tabarzer Delegation in die Stadt Bad Wörishofen, um dort eine originale Kneipp-Gießkanne aus dem Privatbesitz von Pfarrer Sebastian Kneipp abzuholen.
Die Kleinstadt im Unterallgäu war die Hauptwirkungsstätte Sebastian Kneipps. Bürgermeister Daniel Pflügl hatte die Bad Tabarzer Delegation eingeladen. Pflügl war bereits im Mai als Teilnehmer der Bundestagung des Verbandes Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte in Bad Tabarz zu Gast.
Dabei wurde vereinbart, dass die kleine thüringische Gemeinde eine originale Kneipp-Gießkanne aus dem Privatbesitz des berühmten Pfarrers als Leihgabe erhält. Bei dem rund 150 Jahre alten, katalogisierten Ausstellungsstück handelt es sich um eine von nur noch drei erhaltenen Kannen, mit denen der „Wasserdoktor“ seine berühmten Kneipp-Güsse durchführte.
„Es ist für uns eine große Freude“, sagt Bürgermeister David Ortmann. „Bad Tabarz ist zwar erst seit zehn Jahren Kneipp-Heilbad, doch die ersten Kneipp-Anwendungen wurden bei uns bereits in den 1890er-Jahren und damit noch zu Lebzeiten Sebastian Kneipps angeboten.“
Das Ausstellungsstück wird künftig in der Touristinformation des einzigen Kneipp-Heilbades Thüringens zu sehen sein – übrigens direkt neben dem berühmten Krug aus dem DEFA-Klassiker „Das kalte Herz“.
In dem Film schenkte sich Kinolegende Erwin Geschonneck in seiner Rolle als Holländer-Michel Wein aus der Originalrequisite ein. Der Film wurde teilweise im Tabarzer Lauchagrund gedreht.
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