Musik verbindet: Thüringer Chorschätze 2026 feiern festlichen Auftakt in Meiningen

Foto:© Schatzkammer Thüringen, Fotograf: Thomas Müller
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Eröffnungsabend auf Schloss Elisabethenburg stimmt auf ein Wochenende voller Chormusik und Begegnungen ein

Mit einem festlichen Eröffnungsabend auf Schloss Elisabethenburg in Meiningen sind am Donnerstag die 3. Thüringer Chorschätze gestartet. Bis zum 21. Juni bringen rund 2.000 Stimmen aus 66 Chören an 16 Residenzen in ganz Thüringen historische Säle, Kirchen und Schlossanlagen zum Klingen. Neben Ensembles aus Thüringen sind dafür auch Chöre aus acht weiteren Bundesländern angereist. Das Festival verbindet die vielfältige Chorkultur mit der einzigartigen Thüringer Residenzenlandschaft und setzt damit ein Zeichen für kulturelles Engagement, Begegnung und gelebte Gemeinschaft.

Den musikalischen Auftakt gestaltete der Suhler Knabenchor, der die Gäste im Festsaal von Schloss Elisabethenburg begrüßte. Im Anschluss richtete Katja Wolf, Thüringer Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, ein Grußwort an die anwesenden Sängerinnen und Sänger sowie die zahlreichen Gäste. Musikalisch fortgesetzt wurde der Abend durch den Neubrandenburger Volkschor e. V., bevor Dr. Philipp Adlung, Direktor der Meininger Museen, die Besucherinnen und Besucher als Gastgeber auf Schloss Elisabethenburg willkommen hieß.

Die offizielle Eröffnung der Thüringer Chorschätze 2026 erfolgte anschließend durch Katja Mitteldorf, Präsidentin des Chorverbandes Thüringen e. V., und Sabrina Lüderitz, Direktorin des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg sowie Sprecherin der Schatzkammer Thüringen. Im Gespräch warfen beide nicht nur einen Blick auf die Entwicklung des Festivals, sondern gaben auch persönliche Empfehlungen für das bevorstehende Wochenende.

So empfahl Sabrina Lüderitz einen Besuch auf Schloss Schwarzburg. Dort träfen an diesem Wochenende unterschiedliche musikalische Stile und historische Perspektiven aufeinander und machten die Vielfalt der Thüringer Chorschätze auf besondere Weise erlebbar. „Die Chorschätze machen unsere Residenzen auf eine ganz besondere Weise erlebbar. Wo sonst Geschichte und Architektur im Mittelpunkt stehen, werden die Häuser an diesem Wochenende durch die Stimmen der Sängerinnen und Sänger lebendig“, so Lüderitz.

Katja Mitteldorf verwies auf das Thüringer Chorjugendfestival am Sonntag auf Schloss Friedenstein in Gotha. Dort werden junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Thüringen zusammenkommen und zeigen, wie lebendig und zukunftsfähig die Chorkultur im Freistaat ist. „Besonders freue ich mich auf das Chorjugendfestival in Gotha, bei dem die nächste Generation von Sängerinnen und Sängern zeigt, wie lebendig Chormusik heute ist“, sagte Mitteldorf.

Den musikalischen Schlusspunkt des Eröffnungsabends setzte das Ensemble Cocktail a cappella. Mit seinem abwechslungsreichen Programm begeisterte es das Publikum und sorgte für einen stimmungsvollen Ausklang. Beim anschließenden Empfang kamen Chormitglieder, Gäste sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Politik und Tourismus miteinander ins Gespräch und stimmten sich auf das bevorstehende Festivalwochenende ein.

Die Thüringer Chorschätze finden nach 2022 und 2024 nun zum dritten Mal statt und haben sich als einzigartiges Kulturformat etabliert. In den kommenden Tagen werden historische Residenzen in ganz Thüringen zu Konzertbühnen für Chöre unterschiedlichster Stilrichtungen. Die Verbindung aus musikalischem Engagement, kulturellem Erbe und außergewöhnlichen Veranstaltungsorten macht den besonderen Charakter des Festivals aus.

Die Thüringer Chorschätze sind ein gemeinsames Projekt des Residenzenverbunds „Schatzkammer Thüringen“, getragen durch die Friedenstein Stiftung Gotha, und des Chorverbands Thüringen e. V. Ziel des Festivals ist es, die Thüringer Residenzenlandschaft als lebendigen Kulturraum erlebbar zu machen und Menschen durch die Kraft der Musik miteinander zu verbinden.

Die Schatzkammer Thüringen ist Teil des übergreifenden Projekts „Open Friedenstein!“. Die Friedenstein Stiftung Gotha koordiniert den Residenzenverbund und verantwortet in diesem Rahmen eine mehrjährige Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer. Ziel ist es, die Thüringer Residenzenlandschaft als einzigartigen Kulturraum sichtbar zu machen und ihre Bedeutung regional, national und international zu stärken.

Mit den Thüringer Chorschätzen wird dieser Anspruch auf besondere Weise erlebbar. Rund 2.000 Sängerinnen und Sänger aus 66 Chören füllen an diesem Wochenende 16 Residenzen mit Musik und Leben. Die Stimmen der Chormitglieder machen historische Orte zu lebendigen Begegnungsräumen und zeigen eindrucksvoll, wie kulturelles Erbe, ehrenamtliches Engagement und kulturelle Teilhabe miteinander verbunden werden können.

Programmschwerpunkte 2026

Nach dem feierlichen Auftakt auf Schloss Elisabethenburg in Meiningen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Wochenende voller Chormusik in den historischen Residenzen Thüringens. Von Gotha über Schwarzburg, Greiz und Sondershausen bis nach Altenburg, Heldburg und Weimar präsentieren Chöre aus Thüringen und weiteren Bundesländern die ganze Bandbreite der Chormusik, von traditionellen Liedern und geistlicher Musik über Gospel bis hin zu modernen A-cappella-Programmen.

Neben den zahlreichen Ensembles aus Thüringen reisen die teilnehmenden Chöre auch aus Berlin, Hessen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen an. Damit reichen die Thüringer Chorschätze weit über die Landesgrenzen hinaus und bringen Sängerinnen und Sänger aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands in den Residenzen des Freistaates zusammen.

Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes ist das Thüringer CHORjugendfestival am Sonntag auf Schloss Friedenstein in Gotha. Junge Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Freistaat kommen dort zusammen und zeigen, wie lebendig und zukunftsorientiert die Chorkultur in Thüringen ist.

Mit ihren 66 Chören, rund 2.000 Stimmen und 16 beteiligten Residenzen sind die Thüringer Chorschätze 2026 die bislang größte Ausgabe des Festivals. Damit unterstreicht das Projekt eindrucksvoll seine Entwicklung zu einem festen Bestandteil der Thüringer Kulturlandschaft und zu einem bundesweiten einzigartigen Format an der Schnittstelle von Chorkultur, Tourismus und kulturellem Erbe.

Der vollständige Spielplan, Informationen zu den teilnehmenden Chören sowie aktuelle Hinweise zum Festivalwochenende sind unter 

www.schatzkammer-thueringen.de/chorschaetze einzusehen.

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