Gotha/ Thüringen: Regelschulleiter tagen mit Bildungsminister

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Stärkung der Regelschulen im Fokus

Bildungsminister Christian Tischner kommt erstmalig mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern der Thüringer Regelschulen zusammen. In drei aufeinanderfolgenden Dienstberatungen im Mai (6. und 7.) und Juni (18.) in Hermsdorf und Gotha stehen die Rahmenbedingungen, die Personalgewinnung und die Weiterentwicklung der Schulart im Gesamtsystem im Mittelpunkt.

Die Regelschule ist mit 178 Standorten und über 47.000 Schülerinnen und Schülern die zahlenmäßig größte weiterführende Schulart. Die Regelschule ist lebenswelt- und berufsorientiert, mit klarer Ausrichtung auf Ausbildung, Beruf und weiterführende Bildungswege. Gleichzeitig sind die Herausforderungen strukturell: Der Unterrichtsausfall liegt mit durchschnittlich 13,5 Prozent höher als an anderen Schularten, fast die Hälfte der Lehrkräfte ist über 50 Jahre alt.

„Unsere Regelschulen leisten heute weit mehr als klassischen Unterricht. Sie sind auch Orte der sozialen Stabilisierung, der Integration und der individuellen Förderung. Die Regelschule ist kein zweiter Weg neben dem Gymnasium, sondern ein eigenständiger, gleichwertiger Bildungsweg. Die Herausforderungen, vor denen sie steht, lösen sich nicht von selbst – sie erfordern klare Steuerung.“, so Minister Tischner.

Das Bildungsministerium setzt mit seinen Maßnahmen auf drei Ebenen an. Kurzfristig steht die Stabilisierung des Unterrichts im Fokus: Flexibilisierte Einstellungsverfahren, schulübergreifende Zusammenarbeit und der weitere Ausbau multiprofessioneller Ressourcen zeigen erste Wirkung.
Mittelfristig geht es um eine nachhaltige Personalentwicklung: Durch den Ausbau von Quer- und Seiteneinstieg, gezielte Anreize für Bedarfsregionen sowie das duale Lehramtsstudium.
Langfristig werden strukturelle Anpassungen vorgenommen. Mit Instrumenten wie dem Ansparkonto und der Weiterentwicklung der Altersentlastung sollen zusätzliche Unterrichtskapazitäten geschaffen und erfahrene Lehrkräfte länger im System gehalten werden. Gleichzeitig werden administrative Belastungen reduziert, um die Schulen zu entlasten.

Ein weiterer Schwerpunkt der Dienstberatungen liegt auf der inhaltlichen Weiterentwicklung: verbindliche Differenzierung für leistungsstarke wie leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler, Ausbau multiprofessioneller Teams mit Schulsozialarbeit und sonderpädagogischer Unterstützung sowie die Stärkung der Zusammenarbeit mit berufsbildenden Schulen und der regionalen Wirtschaft für verlässliche Übergänge.

Hintergrund:

Zur Stärkung der Regelschulen wurden bereits zentrale Maßnahmen umgesetzt: Die Kapazitäten im dualen Lehramtsstudium wurden von 50 auf 70 Plätze jährlich ausgebaut. Grundschullehrkräfte können künftig freiwillig und fachlich begleitet dauerhaft an Regelschulen in der Sekundarstufe I arbeiten. Mit der Hochschule Nordhausen und der Universität Erfurt startet in diesem Jahr erstmalig ein lehramtsbezogenes MINT-Studienangebot für Menschen mit fachgebundener Hochschulreife. Bisherige Einschränkungen bei Fächerkombinationen im Studium Regelschullehramt wurden aufgehoben. Flankierend werden insgesamt mehr Lehrkräfte eingestellt als ausscheiden, freiwillige Hinzuverdienstmöglichkeiten für Lehramtsanwärter wurden eröffnet, Bewerber-Coaches eingesetzt, ein neuer Vorkurs für Seiteneinsteiger steht verbindlich vor Beginn der Unterrichtstätigkeit.

Diese Medieninformation wurde veröffentlicht unter:
https://bildung.thueringen.de

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