Gotha: 22 Millionen Euro für Bahnhof – Startschuss für umfassende Sanierung
Gotha (red.)
Mit einem offiziellen Termin im Empfangsgebäude des Bahnhofs Gotha ist der Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt gefallen. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, Digitalminister Steffen Schütz und Oberbürgermeister Knut Kreuch übergaben Fördermittel in Höhe von rund 13 Millionen Euro.
Damit beginnt die umfassende Sanierung und Neugestaltung des Verkehrsknotenpunkts Gotha.
Historisches Gebäude mit neuer Funktion
Der Bahnhof Gotha gehört zu den ältesten Bahnhofsgebäuden in Thüringen und Deutschland. Die Station wurde bereits 1847 eröffnet, das Empfangsgebäude ab 1848 errichtet. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es jedoch nicht originalgetreu wieder aufgebaut.
Nun soll das Gebäude grundlegend saniert und teilweise rekonstruiert werden. Ziel ist es, einen modernen Mobilitäts- und Begegnungsknoten zu schaffen.
Künftig wird der Bahnhof unter anderem als Standort für das Stadt- und Kulturarchiv Gotha genutzt.
Finanzierung im Detail
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut Förderbescheid auf rund 22,1 Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich wie folgt zusammen:
- EU-Fördermittel (EFRE): ca. 10,6 Millionen Euro
- Städtebauförderung von Bund und Land: 2,6 Millionen Euro
- Eigenanteil Stadt Gotha: ca. 4,46 Millionen Euro
- Anteil Baugesellschaft Gotha mbH: ca. 4,47 Millionen Euro
Der Bewilligungszeitraum für das Projekt läuft bis zum 31. Dezember 2029.
Bedeutung für die Region
Mit der Sanierung verfolgt die Stadt das Ziel, den Bahnhof als zentrale Schnittstelle für Verkehr, Kultur und Stadtentwicklung neu zu positionieren. Insbesondere im Umfeld des ICE-Knotens Erfurt soll Gotha damit weiter an Attraktivität gewinnen.
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