Prunkvase, Schneeballdose & Schokoladenbecher: der Tag des Thüringer Porzellans in Gotha
Sonntag, 12. April, 14 Uhr – Herzogliches Museum Gotha
Zum Tag des Thüringer Porzellans lädt die Friedenstein Stiftung Gotha am Sonntag, 12. April, ins Herzogliche Museum ein. Dr. Elisa Schmidt-Winkler, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin (Gotha transdigital) aus dem Fachbereich Kunsthandwerk, beleuchtet in ihrer Führung „Schneeballdose, Eichelhäher & Schokoladenbecher“ spannende Objekt- und Sammlungsgeschichten zu den im Herzoglichen Museum ausgestellten Highlights der Gothaer Porzellansammlung.
Beginn der Veranstaltung ist um 14 Uhr, der Treffpunkt an der Kasse des Herzoglichen Museums. Die Führung ist im Eintrittspreis (8 Euro, ermäßigt 4 Euro) enthalten. Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Eine Anmeldung ist unter service@friedenstein-stiftung.de oder Tel.: 03621-8234-200 erforderlich.
Im Fokus der Führung stehen Gothaer und Meissener Porzellane: 1757 wurde in der Residenzstadt Gotha die erste (!) Thüringer Porzellanmanufaktur gegründet, bereits 1710 im sächsischen Meissen die älteste Porzellanmanufaktur Europas.
Im Herzoglichen Museum Gotha sind mehr als 50 Meissener Porzellane zu sehen, darunter frühe Werke aus Böttgerporzellan, Gefäße bemalt mit farbenprächtigen Chinoiserien oder verziert mit aufwendigem Schneeballblüten-Dekor. Daneben werden in einer Sonderausstellung ausgewählte Services und Einzelstücke aus dem breiten Produktionsspektrum der Gothaer Porzellanmanufaktur präsentiert, die ab den 1780er Jahren zu einem erfolgreichen Unternehmen im In- und Ausland aufstieg.
Einige Ausstellungsstücke stammen aus dem Porzellankabinett von Luise Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg (1710–1767) im Schloss Friedenstein, über das Friedrich der Große in einem Brief an die Herzogin am 10. Januar 1763 schrieb: „Ich erinnere mich, in Gotha ein kleines Porzellan-Heiligtum gesehen zu haben…“. Porzellan aus Meissen bildete den Sammlungsschwerpunkt der aufgeklärten, kunstliebenden Herzogin. Sie hatte, dem Geschmack der Zeit entsprechend, eine Vorliebe für figürliche Porzellane, z.B. Marktleute, Schäfer, Musizierende, Theaterfiguren, Tiere und sogar Gefäße in Tierform. Zahlreiche Stücke gehen auf Entwürfe des berühmten Modelleurs Johann Joachim Kaendler, Hofbildhauer von August dem Starken, zurück.
Mehr als 1300 Gotha-Porzellane und mehr als 600 Meissener Stücke befinden sich noch heute im Stiftungsbestand. Sie werden im Rahmen des Projektes „Gotha transdigital“ fotografisch neu aufgenommen, wissenschaftlich weiter erschlossen und sukzessive online veröffentlicht: Einen Einblick in die Gothaer Sammlungen erhalten Interessierte auf GOTHA.digital.
Der Tag des Thüringer Porzellans rückt die reiche Tradition des „Weißen Goldes“ im Freistaat in den Mittelpunkt. Seit über 260 Jahren steht Thüringen für handgefertigtes Porzellan von höchster Qualität und kunstvoller Gestaltung. Zum Tag des Thüringer Porzellans 2026 (11. und 12. April) sind Interessierte eingeladen, den Menschen zu begegnen, die diesen traditionsreichen Werkstoff in immer neue Gestalt verwandeln – in Ateliers, Werkstätten und Manufakturen entlang der Thüringer Porzellanstraße. An insgesamt 30 Orten – von Gotha bis Altenburg, von Gräfenthal über Erfurt bis hin zur Leuchtenburg – werden seltene Einblicke gewährt. https://www.thueringer-porzellan.de/tag-des-thueringer-porzellans
Die Führung im Überblick:
Sonntag, 12. April, 14 Uhr, Herzogliches Museum Gotha
„Schneeballdose, Eichelhäher & Schokoladenbecher – Highlights der Gothaer Porzellansammlung im Herzoglichen Museum Gotha“
Dr. Elisa Schmidt-Winkler
Die Führung ist im Eintrittspreis (8 Euro, ermäßigt 4 Euro) enthalten. Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre haben freien Eintritt.
Anmeldung erforderlich unter service@friedenstein-stiftung.de oder Tel.: 03621-8234-200
Treffpunkt: Kasse Herzogliches Museum Gotha



