Gotha: Bündnis gegen Rechts verurteilt Schändung des Synagogen-Gedenkorts scharf
Gotha (red.)
Das „Bündnis gegen Rechts. Gotha ist bunt“ hat die Schändung des Gedenkorts zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge am Altstadtforum in Gotha scharf verurteilt.
Nach Angaben des Bündnisses ereignete sich die Tat in der Zeit zwischen dem 26. März, 18:30 Uhr, und dem 27. März, 04:00 Uhr. Wer für die Tat verantwortlich ist, ist bislang nicht bekannt.
In einer Stellungnahme äußert das Bündnis die Sorge über eine zunehmende gesellschaftliche Verrohung. Diese Entwicklung werde nach Ansicht der Initiative unter anderem durch politische Strömungen begünstigt, die mit vereinfachenden Erklärungen auf aktuelle Probleme reagieren und gezielt gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen Stimmung machen.
Das Bündnis betont, dass Angriffe auf jüdische Erinnerungsorte besonders schwer wiegen. Sie stünden im Widerspruch zu den historischen Erfahrungen und der Verantwortung im Umgang mit der Vergangenheit.
Zugleich wird die Hoffnung geäußert, dass die Verantwortlichen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.
