Minister Tischner bei Förderschulkongress in Gotha: „Stärkung der Förderschulen unverzichtbar“

Bild von Giovanna Cornelio auf Pixabay
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In einer landesweiten Dienstberatung kam der Minister mit allen Leiterinnen und Leitern der staatlichen Förderzentren Thüringens ins Gespräch: „Förderschulen sind unverzichtbar für die Vielfalt und Stärke unseres Bildungssystems. Ich danke allen Leitungen und auch Lehrkräften an den staatlichen Förderzentren für Ihr Engagement und Ihre Expertise. Mir war es wichtig, dass wir heute gemeinsam darüber ins Gespräch kommen, welche zusätzlichen Unterstützungen und Ressourcen Sie für ihre Arbeit benötigen.“ , so Christian Tischner zum Auftakt.  

Stärkung der Förderschulen durch mehr Personal und neue Ausbildungsansätze

Im Sommer 2025 konnten 51 nicht besetzte Lehrerstellen für Förderpädagogik erstmalig mit Sonderpädagogischen Fachkräften besetzt werden. Somit ist als wieder mehr Förderkompetenz im System und die multiprofessionellen Teams vor Ort werden gestärkt.
Derzeit finden außerdem Gespräche mit der Universität Erfurt statt. Sie haben das Ziel, durch ein verändertes Studienangebot neue Wege in die Förderpädagogik zu ermöglich. Damit könnten z.B. Studierende des Grundschullehramts zukünftig neben dem Einsatz an Grundschulen eine weitere akademische Qualifikation für das Förderschullehramt mit überschaubarem Mehraufwand erwerben.

Sonderzuschläge für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter

Seit dem 1. Februar 2026 erhalten Lehramtsanwärter für Förderpädagogik einen Sonderzuschlag in Höhe von 70 % ihres Grundgehalts, wenn sie den Vorbereitungsdienst in Bedarfsregionen absolvieren. Diese finanzielle Zulage in Höhe von bis zu 1.250 Euro brutto monatlich für die gesamte Dauer des Vorbereitungsdienstes soll dabei unterstützen, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter stärker für den Einsatz abseits der Universitätsstandorte zu motivieren. Bedarfsregionen sind das Altenburger Land, das Eichsfeld, Greiz, Hildburghausen, der Kyffhäuserkreis, Nordhausen, der Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg, der Unstrut-Hainich- sowie der Wartburgkreis und die kreisfreien Städte Gera und Suhl. 

Nach aktuellen Planungen beenden 31 Personen im Jahr 2026 den Vorbereitungsdienst im Lehramt für Förderpädagogik. Auch diese können eine sonderzuschlagsfähige Stelle antreten. 

Christian Tischner: „Uns fehlt der Nachwuchs für die Förderschulen. Deshalb ziehen wir alle Register. Neben finanziellen Anreizen, müssen wir mehr Personal ins System bringen, um die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu unterstützen. Multiprofessionalität ist hier genauso entscheidend wie innovative Ansätze an den lehrerbildenden Universitäten.“

Zusätzliche Fortbildungsangebote und Entbürokratisierung zur Entlastung

Zum zweiten Schulhalbjahr werden die Formulare für die Beantragung eines sonderpädagogischen Förderbedarfes sowie zur Erstellung von sonderpädagogischen Förderplänen deutlich vereinfacht. Dieser Schritt entlastet die Pädagoginnen und Pädagogen auf der einen und die Erziehungsberechtigten auf der anderen Seite. 

Darüber hinaus wurde das Thüringer Lehrerfortbildungsinstitut beauftragt, modularisierte Fortbildungsreihen für Lehrkräfte zu entwickeln, die im gemeinsamen Unterricht und an Förderschulen eingesetzt werden, jedoch über keine sonderpädagogische Ausbildung verfügen. Die Professionalisierung dieser Lehrkräfte zielt darauf ab, grundlegende Kompetenzen für den Einsatz in sonderpädagogischen Arbeitszusammenhängen zu erwerben, wobei besondere Schwerpunkte auf Heterogenität, Inklusion und sonderpädagogische Förderung liegen. 

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