Betrug durch falsche Polizisten – so schützen Sie sich richtig

Symbolbild (KI-generiert): Beim Betrug durch falsche Polizisten behaupten Täter häufig, ein Angehöriger habe einen Unfall verursacht und müsse zur Vermeidung von Haft sofort eine Kaution oder Geldsumme

Betrüger geben sich immer häufiger als Polizeibeamte aus, um vor allem ältere Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. Besonders perfide ist dabei die Kombination aus angeblicher Polizeiarbeit und einer erfundenen Notlage naher Angehöriger. Die Täter setzen gezielt auf Angst, Zeitdruck und Mitgefühl.

So funktioniert der Betrug als „falscher Polizist“

Die Täter rufen mit gefälschten Telefonnummern an, die auf dem Display wie eine offizielle Polizeinummer erscheinen. Am Telefon geben sie sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Gerichtsmitarbeiter aus.

Häufige Einstiegsszenarien sind:

  • In der Nachbarschaft habe es Einbrüche gegeben
  • Ihr Name sei auf einer Liste bei festgenommenen Tätern gefunden worden
  • Ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht

Im weiteren Verlauf wird behauptet, ein Sohn, eine Tochter oder ein Enkel habe bei einem Verkehrsunfall einen Menschen verletzt oder getötet. Um eine Untersuchungshaft zu vermeiden, müsse sofort eine Kaution, Geldsumme oder Sicherheitsleistung erbracht werden.

Oft heißt es:

  • „Bitte sprechen Sie mit niemandem darüber“
  • „Es ist höchste Eile“
  • „Ein Kollege kommt das Geld abholen“

Typische Warnsignale

  • Die Polizei fordert niemals Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände
  • Kautionen werden nicht telefonisch verlangt
  • Es wird starker Zeitdruck aufgebaut
  • Sie sollen den Vorfall geheim halten
  • Geld soll bar übergeben werden

All das sind klare Hinweise auf einen Betrugsversuch.

So reagieren Sie richtig

  • Legen Sie sofort auf.
  • Rufen Sie selbst die 110 an und schildern Sie den Anruf.
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der bekannten Nummer zurück.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen.
  • Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung.

Die echte Polizei wird Ihr Verhalten verstehen – Betrüger versuchen genau das zu verhindern.

Wenn Sie unsicher sind oder betroffen sein könnten

Auch wenn Sie noch kein Geld übergeben haben:

  • Informieren Sie die Polizei
  • Sprechen Sie mit Angehörigen oder Nachbarn
  • Schämen Sie sich nicht – diese Masche ist professionell organisiert

Viele Opfer berichten, dass sie im Nachhinein sagen: „Es klang alles so überzeugend.“

Angehörige sollten vorbeugen

Sprechen Sie offen mit Eltern und Großeltern über diese Masche. Vereinbaren Sie klare Regeln:

  • Keine Geldgespräche am Telefon
  • Keine spontanen Zahlungen
  • Im Zweifel immer Rückruf bei Familie oder Polizei

Fazit

Betrug durch falsche Polizisten ist eine ernstzunehmende Gefahr. Wer die Masche kennt, ruhig bleibt und konsequent prüft, schützt sich wirksam. Im Zweifel gilt immer: auflegen, prüfen, Hilfe holen.

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