Arbeitsministerin und Wirtschaftsministerin zu Gesprächen mit Zalando-Betriebsrat

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Volle Unterstützung des Landes bei Schaffung von neuen Standort- und Beschäftigungsperspektiven zugesagt / Landesregierung richtet gemeinsame Task Force „Zalando“ ein

Zu einem Austausch mit dem Zalando-Betriebsrat waren Arbeitsministerin Katharina Schenk und Wirtschaftsministerin Colette Boos-John heute ins Güterverkehrszentrum Erfurt gekommen. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die anstehenden Sozialplan-Verhandlungen, arbeitsrechtliche Fragen, mögliche Folgelösungen für den Standort, aber auch neue Jobperspektiven bei anderen Firmen der Region. Das Unternehmen Zalando Logistics SE & Co. KG hatte Ende vergangener Woche überraschend die Schließung seines Logistikzentrums mit rund 2.700 Beschäftigten in Erfurt angekündigt. Die Ministerinnen kritisierten die Entscheidung und sagten den Beschäftigten die volle politische Unterstützung des Landes bei der Suche nach neuen Standort- und Beschäftigungsperspektiven zu. Dazu werden Wirtschafts- und Arbeitsministerium eine Task Force „Zalando“ einrichten, die alle Aktivitäten zur Arbeitsplatzvermittlung, Standortentwicklung und Investorensuche bündeln soll.

Arbeitsministerin Katharina Schenk erklärt: „Das Gespräch legt nahe, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vorfeld nicht ausreichend beteiligt und informiert wurden. Bis zuletzt wurde suggeriert, der Standort arbeite wirtschaftlich und erfolgreich. Deshalb muss das Unternehmen jetzt in einem ersten Schritt seinen Mitbestimmungs- und Mitteilungspflichten nachkommen und Zahlen, Daten und Fakten liefern, um eine realistische Einschätzung zu bekommen, was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusteht. Der Großkonzern Zalando darf jetzt nicht zu billig davonkommen. Nach ersten Rücksprachen mit der Arbeitsagentur und ansässigen Logistikunternehmen sind wir optimistisch, was die Weitervermittlung der Beschäftigten betrifft. Dabei haben wir vor allem auch ältere Beschäftigte, Beschäftigte mit Migrationshintergrund und inklusive Arbeitsplätze im Blick. Diesbezüglich werden wir auch das Sonderprogramm ‚Inklusive Arbeitswelt Thüringen‘ der Landesregierung noch einmal intensiv an die Thüringer Unternehmen kommunizieren. Wir stehen fest an der Seite der Beschäftigten und sichern unsere vollumfängliche politische Unterstützung zu. Ziel ist es, allen Beschäftigten bis Jahresende eine Perspektive zu bieten, damit das Jahr nicht so endet, wie es angefangen hat.“

Wirtschaftsministerin Colette Boos-John sagte: „Wir suchen den engen Schulterschluss mit den Beschäftigten, um bestmögliche Perspektiven für die Mitarbeiter und den Standort zu schaffen. Die Entscheidung des Unternehmens zur Standortschließung bedaure und kritisiere ich weiterhin. Aus meiner Sicht hätte es bei frühzeitiger Einbeziehung der Landesregierung durchaus gute Möglichkeiten gegeben, zukunftsorientiert in die Modernisierung des Erfurter Logistikzentrums zu investieren. Die im Gespräch mit dem Betriebsrat vorgelegten Zahlen zur Unternehmensentwicklung haben das noch einmal bestätigt. Zalando selbst hat diese Möglichkeit allerdings von Anfang an kategorisch ausgeschlossen. Deshalb geht es jetzt darum, nach vorn zu schauen und neue Perspektiven für die Beschäftigten von Zalando zu entwickeln. Das schließt die Suche nach Investoren, neue Beschäftigungsmöglichkeiten bei Unternehmen der Region, aber auch nach Folgelösungen für den Zalando-Standort im Erfurter Güterverkehrszentrum ein. Auf diese Aufgaben werden wir uns in meinem Haus zusammen mit allen Akteuren ab sofort konzentrieren. Die Landesregierung wird deshalb eine Task Force ‚Zalando‘ einrichten, in der alle Aktivitäten zur Arbeitsplatzvermittlung, Anpassungsqualifizierung, Investorensuche und Standortsicherung gebündelt werden.“

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