Private Altersvorsorge: Verbesserungen für alle Verbraucher:innen in den Fokus rücken

Bild von Franz W. auf Pixabay
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Statement von Ramona Pop zum Gesetzentwurf Reform der privaten Altersvorsorge.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Das Reformvorhaben macht gegenüber des Riester-Sparmodells an entscheidenden Stellen richtige Korrekturen, beispielsweise bei einer garantie- und verrentungsfreien Vorsorge, bei Auszahlungsplänen und Kostenverteilung. Trotzdem gewährleistet der Gesetzentwurf keinen fairen, einfachen Zugang zu einem günstigen Standardprodukt für alle Verbraucher:innen. Im parlamentarischen Verfahren muss hierbei noch nachgebessert werden, fordert Ramona Pop, Vorständin beim Verbraucherzentrale Bundesverband.

Ramona Pop, Vorständin Verbraucherzentrale Bundesverband:

„Hohe Kosten, geringe Rendite und schlechte Verrentungsbedingungen. Die Riester-Rente hat viel Vertrauen verspielt.

Mit der vorgeschlagenen Reform geht die Bundesregierung einen Schritt die richtige Richtung: Sparen mit einfachen Auszahlungsplänen, aber ohne teure Garantieversprechen.

Von den Verbesserungen werden allerdings im Kern nur diejenigen profitieren, die selbstständig die richtigen Angebote zum Sparen auswählen können. Der Gesetzentwurf schafft somit keinen einfachen, kostengünstigen und fairen Zugang für alle Verbraucher:innen.

Wir benötigen ein einziges, vertriebsunabhängiges Standardprodukt für alle – statt vieler teurer Lösungen. Nur so können alle Verbraucher:innen fair und renditestark vorsorgen.“

Hintergrund

Der Gesetzentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge schafft mit dem garantie- und verrentungsfreien Altersvorsorgedepot bessere Angebote für Selbstentscheider:innen – ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Wer auf Beratung angewiesen ist, soll ein vereinfachtes Standardprodukt angeboten bekommen, ebenfalls garantie- und verrentungsfrei – aber in der Regel teurer. Daneben besteht das Risiko, dass zwar ein Standardprodukt angeboten, aber am Ende doch eine Rentenversicherung verkauft wird. Trotz aller Verbesserungen fehlt ein sicherer Zugang zu einem guten und günstigen Vorsorgeprodukt für alle.

Beispiel:

Selbstentscheider:innen, die im Rahmen des neuen geförderten Altersvorsorgedepots einen ETF-Sparplan abschließen, erzielen bei identischen Einzahlungen bis zum Renteneintritt einen Vermögenszuwachs, der um mindestens 50 Prozent höher liegt als derjenige von Sparer:innen, die in ein Standarddepot investieren, das sich am Kostendeckel orientiert. Wird das Standardprodukt aber von Banken, Sparkassen oder Vermittler:innen nur als Türöffner verwendet – um besser provisionierte Produkte wie zum Beispiel teil-garantierte Rentenversicherungen zu verkaufen – fällt der Unterschied noch größer aus.

Der vzbv setzt sich seit über zehn Jahren dafür ein, die Riester-Rente in einen Vorsorgefonds zu überführen.

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