Übergabe der Prägestempel zur Friedenswunschmedaille an das Münzkabinett

Die Gothaer Friedenswunsch-Medaille und die dazugehörigen Matrizen und Patrizen (Prägewerkzeuge) Foto: Stefanie Heublein
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Frieden in Messing, Stahl und Feinsilber für den Friedenstein

Ein metallener Friedenswunsch hat Einzug in das Gothaer Münzkabinett gehalten. Dessen früherer Leiter Dr. Wolfgang Steguweit übergab seiner Nachfolgerin Uta Wallenstein nun die Prägestempel zur Friedenswunschmedaille, die er anlässlich des Gothaer Stadtjubiläums kreieren ließ. Die Medaille ist die siebte einer im Jahr 2011 zum 13. Thüringentag begonnenen Serie.

Die Medaille zeigt auf der Serienseite die Renaissancesilhouette des Alten Rathauses und die Stadtmarke „Gotha adelt“. Als Bildmotiv für die Anlassseite 2025 übersetzte der Hallenser Bildhauer und Medailleur Carsten Theumer das Relief über dem Nordportal des Schlosses in ein Modell, das als Grundlage für die Stempelherstellung diente. Auf dem Schlussstein umarmen sich Pax und Justitia – der personifizierte Friede und die Gerechtigkeit – zum „Friedenskuss“ und drücken damit die heute wieder brennend aktuelle, immerwährend gültige Sehnsucht nach Frieden aus.

Die Werkzeuge wurden in der Staatlichen Münze Berlin gefertigt und die vergoldete Feinsilbermedaille in einer Auflage von 125 Exemplaren (einem Zehntel des Jubiläums) geprägt. Sie war schnell vergriffen. Der Erlös aus dem Verkauf der Medaillen kam Förderprojekten der Kulturstiftung Gotha zugute.

Im Münzkabinett der Friedenstein Stiftung Gotha wird die Friedenswunschmedaille nun zusammen mit den Patrizen und Matrizen beider Seiten auf Dauer bewahrt. Wolfgang Steguweit sagt: „Wenn Friede und Gerechtigkeit regieren, wird Gotha mit seinen starken Wurzeln als kulturelle und geistige Pflanzstätte auch in Zukunft gedeihen“. Er spielt damit auch auf die Regenten auf dem Friedenstein an, die über Jahrhunderte hinweg Kunst, Kultur und Wissenschaft in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellten – und nicht die Kriege. 

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