Erektile Dysfunktion bei älteren Männern: Herausforderungen und Lösungen

Foto von Alyssa DeGarde auf Unsplash
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Potenzprobleme bei älteren Männern kommen oft vor, lassen sich aber gut behandeln. Dieser Artikel erklärt, worauf die Betroffenen achten sollten, welche Ursachen eine Rolle spielen und welche Lösungen es gibt.

Was bedeutet eine erektile Dysfunktion?

Unter erektiler Dysfunktion versteht man die anhaltende Schwierigkeit, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, die für den Geschlechtsverkehr ausreicht. Bei Männern über 50 steigt die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich an. Laut Statistiken ist bei Männern in höherem Alter in den meisten Fällen ein körperlicher (organischer) Faktor beteiligt. 

Doch organische Ursachen sind nicht der einzige Auslöser. Psychische Belastungen wie Stress, Versagensangst und Probleme in der Partnerschaft verstärken die Beschwerden. 

Typische körperliche Ursachen

Viele der Probleme lassen sich auf eine beeinträchtigte Durchblutung, Gefäßschäden oder verkalkte Arterien (Arteriosklerose) zurückführen. Diabetes, Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinwert und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Risikofaktoren, die im Alter häufiger auftreten und sich auf die Blutgefäße im Penis auswirken. 

Hormone spielen ebenfalls eine Rolle: Der Testosteronspiegel sinkt mit dem Alter, und bei manchen Männern führt das zu reduziertem sexuellen Verlangen und schlechterer Erektionsfähigkeit. Nervenschäden, etwa durch Operationen (z. B. an der Prostata), Unfälle oder neurologische Erkrankungen, verschlimmern die Situation. 

Psychische Aspekte, Tabus und Lebensstil

Viele Männer schämen sich für Potenzprobleme oder glauben, dass sie sich damit abfinden müssen. Doch genau diese Zurückhaltung verzögert hilfreiche Maßnahmen. Ärzte können die Ursachen abklären und individuelle Therapien anbieten.

Der Lebensstil wirkt mit: Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, zu wenig Bewegung, Übergewicht und schlechter Schlaf schädigen die Blutgefäße und stören hormonelle Gleichgewichte. 

Die richtige Diagnose bekommen

Die erste Anlaufstelle für kompetente Unterstützung sind Urologen und Andrologen. Sie besprechen mit den Betroffenen ihre Krankengeschichte und ihre Lebensgewohnheiten. Dem folgen umfassende körperliche Untersuchungen. Dabei hilft es, sowohl mit dem Arzt als auch mit der Partnerin offen zu sein. 

Falls eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems oder eine chronische Krankheit wie Diabetes die Ursache der erektilen Dysfunktion ist, kann eine gründliche Untersuchung diese Probleme sichtbar und behandelbar machen. 

Lösungen und therapeutische Ansätze

Es gibt mehrere Wege, eine erektile Dysfunktion bei älteren Männern zu behandeln: Oft helfen schon Änderungen des Lebensstils wie eine bessere Ernährung, gezieltes Training, weniger Alkohol, Verzicht auf das Rauchen oder guter Schlaf. 

Seit Einführung der PDE-5-Hemmer gibt es wirksame und gut verträgliche Medikamente, die die Durchblutung im Penis fördern. Eine wirksame Medikation ist beispielsweise Tadalafil 20 mg: Diese Dosierung wirkt lange und erlaubt oft große Flexibilität beim Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs. Für den eher kurzfristigen Gebrauch eignet sich Viagra (Sildenafil), das 4-5 Stunden lang wirkt. Andere Medikamente wie Alprostadil lassen sich direkt in den Penis injizieren.

Bei niedrigem Testosteron kann auch eine Hormontherapie sinnvoll sein,  allerdings wirkt sie meist nur in Kombination mit anderen Maßnahmen. Wenn die Nebenwirkungen von Medikamenten der Grund für die Potenzprobleme sind, lassen sich in vielen Fällen Alternativen finden.

Manchmal helfen auch mechanische Hilfsmittel wie Vakuumpumpen oder Penisringe und als letzte Option könnte ein chirurgischer Eingriff wie das Einsetzen eines Penisimplantats das Problem beheben. 

Falls Ängste, Stress oder Konflikte in der Beziehung die erektile Dysfunktion auslösen, hilft vielleicht eine Gesprächstherapie oder eine Paartherapie. 

Wie geht es konkret weiter?

Jeder Mann, der Erektionsprobleme bemerkt, sollte sofort zum Arzt gehen. Viele urologische Praxen spezialisieren sich auf die Probleme von Männern. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für die Diagnose. Für verschreibungspflichtige Medikamente oder Hilfsmittel fallen möglicherweise Zuzahlungen an.

Wenn Maßnahmen wie Änderungen des Lebensstils oder eine ärztliche Therapie konsequent umgesetzt werden, gibt es eine gute Prognose für die erfolgreiche Behandlung der erektilen Dysfunktion. Dadurch gewinnen die Betroffenen wieder an Selbstvertrauen und Lebensqualität. 

Fazit: Das Problem lässt sich gut behandeln

Erektile Dysfunktion gehört für viele Männer zum Älterwerden. Wer sich als Betroffener an einen Arzt wendet, setzt damit den ersten Schritt zu einer Lösung des Problems. Oft ist es allerdings nötig, selbst aktiv zu werden und ungesunde Lebensgewohnheiten aufzugeben oder sich darauf einzustellen, etwas Unterstützung durch wirksame Medikamente zu brauchen. 

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