Gotha: Einbringung des Haushalts für das Jahr 2026
In der heutigen Stadtratssitzung wird der Haushalt der Stadt Gotha für das Jahr 2026 sowie die Finanzplanung bis 2029 eingebracht. Der Entwurf ist ausgeglichen – sowohl für das kommende Jahr als auch im Finanzplan bis 2029. Möglich wird dies trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen durch eine maßvolle Kreditaufnahme, die gezielt für wichtige Investitionen eingesetzt wird. Dazu gehören die Sanierung der Schule „Erich Kästner“ in Sundhausen, des Kindergartens „Sonnenblume“ und des Hauptbahnhofs sowie kleinere Projekte wie die Erneuerung der Oberlichter im Herzoglichen Museum.
Der Verwaltungshaushalt umfasst ein Volumen von 103,5 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt 34,8 Millionen Euro. Verpflichtungsermächtigungen für die kommenden Jahre belaufen sich auf 60,3 Millionen Euro. Eine große Herausforderung ergibt sich durch die stark steigende Kreisumlage. Der Hebesatz soll von 34,65 Prozent auf 37,11 Prozent steigen. Für die Stadt bedeutet dies eine zusätzliche Belastung von 1,5 Millionen Euro auf dann 22,6 Millionen Euro. Eine solche Erhöhung ist im Haushaltsentwurf nicht darstellbar und könnte nur durch weitere Kreditaufnahmen aufgefangen werden, was nahezu eine Verdoppelung der Nettoneuverschuldung von derzeit 4,7 Millionen Euro zur Folge hätte.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen bleibt Gotha finanziell stabil. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von voraussichtlich 354 Euro Ende 2026 liegt die Stadt weiterhin rund 170 Euro unter dem Thüringer Durchschnitt und behauptet damit ihre Spitzenposition. Der Haushaltsentwurf wird nun in den Fachausschüssen weiter beraten.



