NachrichtenPolitik

Die Jahreshauptausstellung, ein Baumsetzling und jede Menge Ursaurier

Stiftungsdirektor Dr. Tobias Pfeifer-Helke übergibt Umweltminister Bernhard Stengele den Setzling einer Weißtanne und die Urkunde über die erste Patenschaft für einen Friedenstein-Baum Foto: Conny Möller

Umweltminister Stengele zu Besuch auf dem Friedenstein

10. Juli 2024Herzogliches Museum Gotha und BROMACKERlab auf Schloss Friedenstein

Umweltminister Bernhard Stengele hat gestern den Friedenstein besucht. Die Themen der diesjährigen Jahreshauptausstellung „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ decken sich mit jenen, mit denen der Minister täglich zu tun hat: die Veränderung unserer Ökosysteme, kanalisierte Flüsse oder invasive Arten.

Kurator Dr. Christian Göcke erläuterte dem Umweltminister, wie die Ausstellung die Besucher*innen einlädt, ihre Vorstellungen von Natur zu überdenken und sich mit den Herausforderungen des zeitgemäßen Naturschutzes auseinanderzusetzen. Als Startschuss des Friedenstein-Wald-Projektes überreichte Stiftungsdirektor Dr. Tobias Pfeifer-Helke dem Minister als erstem Baumpaten des Friedenstein-Waldes einen Tannen-Setzling. (weitere Informationen zum Projekt unten)

Minister Stengele: „Die beiden Ausstellungen der Stiftung Friedenstein verdeutlichen sehr klar, wie die Klimakrise unsere Erde verändert und unsere Lebensweise gefährdet. Zwar hat sich auch Thüringen seit der Urzeit stark gewandelt, aber die Veränderungen in unserer Zeit passieren viel zu schnell, die Natur hat keine Chance, sich darauf einzustellen. Wir alle können im Großen und im Kleinen etwas für den Schutz unserer natürlichen Grundlagen tun – auch deshalb freue ich mich sehr, der erste Baumpate für den Friedenstein-Wald zu sein.“

Außerdem nahm der Minister sich die Zeit, das BROMACKER lab zu besuchen, wo Ursaurierskelette, Fährten und weitere Fossilien vom Bromacker zu sehen sind und man Forschungsmethoden wie Grabung, geologische Präparation oder 3D-Modellierung kennenlernen kann. Das lab zeigt, wie Wissenschaft und Öffentlichkeit klug und ansprechend miteinander verzahnt werden können. 

Ein internationales Team von Forscher*innen ist im Projekt BROMACKER seit 2020 dabei, ein Ökosystem vor 290 Millionen Jahren zu rekonstruieren und neue Formen des Wissenstransfers auszuloten. Noch bis 2025 wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel ist es, das Projekt zu verstetigen.

„Ich freue mich sehr, dass wir Minister Stengele heute bei uns begrüßen und ihm mit dem Bromacker lab und „S.O.S. Grünes Herz“ die Natur auf dem Friedenstein näherbringen konnten. Bei uns spielt nicht nur die Kunst eine wichtige Rolle. Die naturkundlichen Sammlungen sind einzigartig und historisch bedeutend: Sie sind eine wichtige Grundlage für das Verständnis von Prozessen in unserer Umwelt“, sagt Pfeifer-Helke.

Das Friedenstein-Wald-Projekt geht an den Start – Minister ist erster Baumpate 

Zur Halbzeit von „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ ruft die Stiftung eine neue Aktion ins Leben: den Friedenstein-Wald. Umweltfreunde können hierbei Patenschaften für Bäume übernehmen, welche im Oktober – zur Finissage der Ausstellung – gepflanzt werden und brachliegende Flächen in zukunftsfähige Wälder verwandeln. Die erste Baumpatenschaft hat am heutigen Mittwoch Umweltminister Bernhard Stengele übernommen. 

Schon bei der Konzeption von „S.O.S. Grünes Herz. Unsere Natur im Wandel“ haben die Kurator*innen das Thema „Nachhaltigkeit“ mitgedacht: Doch der Besuch einer Ausstellung beginnt schon mit der Anreise. Deshalb lädt die Stiftung die Besucher*innen und alle Interessierten ein, die dabei entstehenden CO2-Emissionen zu kompensieren und gemeinsam einen Friedenstein-Wald zu schaffen.

Dieser wird rund um Gotha – zum Beispiel auf dem Boxberg, Kranberg oder Seeberg – entstehen. Rotbuche, Eiche, Tanne, Lärche oder Bergahorn? Welche Bäume letztlich gepflanzt werden, entscheidet der Waldbesitzende gemeinsam mit dem Förster. Auf die heterogene Mischung kommt es dabei an: Monokultur adé! Insgesamt 1000 Setzlinge stark soll der Friedenstein-Wald zur Pflanzperiode sein.

Wie funktioniert’s? Umweltfreunde, dies können Privatpersonen oder Unternehmen sein, übernehmen über die folgende Webseite eine Patenschaft für einen Friedenstein-Baum: https://baumpate-thueringen.de/products/friedenstein-baum. Die Stiftung führt das Projekt „Friedenstein-Wald“ gemeinsam mit den Baumpaten Thüringen durch, ein junges Unternehmen aus Gotha, welches sich für die Aufforstung der Thüringer Wälder einsetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit der Nutzung dieses Formulars erteile ich meine Zustimmung das meine Daten ausschließlich zum Zweck der Beantwortung Ihres Anliegens bzw. für die Kontaktaufnahme und die damit verbundene technische Administration gespeichert und verwendet werden. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist unser berechtigtes Interesse an der Beantwortung Ihres Anliegens gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Zielt Ihre Kontaktierung auf den Abschluss eines Vertrages ab, so ist zusätzliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Ihre Daten werden nach abschließender Bearbeitung Ihrer Anfrage gelöscht. Dies ist der Fall, wenn sich aus den Umständen entnehmen lässt, dass der betroffene Sachverhalt abschließend geklärt ist und sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.