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Feuerwehrstatistik vorgestellt: Feuerwehren vor allem bei Hilfeleistungen gefragt

Zu insgesamt 2.807 Einsätzen sind die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleute vergangenes Jahr im Landkreis Gotha ausgerückt. Das waren 202 Einsätze mehr als noch im Vorjahr, wie eine neue Statistik des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst zeigt. „Dass die Zahl gestiegen ist, liegt nicht daran, dass es im Landkreis öfter gebrannt hat“, erklärt Amtsleiter Alexander Zink. „Der Anstieg ist stattdessen auf Fehlalarme sowie Einsätze wegen technischer Hilfeleistungen zurückzuführen. 2022 waren die Kameradinnen und Kameraden 1.826 ausgerückt, um beispielsweise verunfallte Fahrzeuge zu bergen, Ölspuren zu beseitigen oder Türen zu öffnen. Im vergangenen Jahr gab es 1.941 Einsätze wegen technischer Hilfeleistungen.“ Wegen Bränden waren die Feuerwehren insgesamt 415 Mal im Einsatz (2022: 417) – 16 Brände fielen dabei unter die Kategorie Großbrände.

Einen großen Brand hatte es beispielsweise am 9. März 2023 in Friedrichroda gegeben. Eine Wohnung war hier komplett ausgebrannt. 14 Menschen wurden verletzt – darunter eine Person so schwer, dass sie per Hubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Auch ein Feuerwehrmann war unter den Verletzten. Allein 61 Kräfte der Feuerwehren waren mit 16 Fahrzeugen vor Ort. Hinzu kamen 19 Kräfte des Rettungsdienstes. Eine noch größere Einsatzstärke gab es am 5. Oktober 2023 bei einem Brand im Wald bei Tambach-Dietharz. Kilometerweit war damals eine große Rauchsäule zu sehen. Man musste vom Schlimmsten ausgehen, weshalb 10 Feuerwehren mit 28 Fahrzeugen und 128 Einsatzkräften ausrückten. Grund für die Rauchwolke war eine brennende Forstmaschine. Ein größerer Waldbrand konnte glücklicherweise verhindert werden.

Mitgliederzahl gestiegen

Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 1.874 in den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis engagiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 27 Personen gestiegen. 249 von ihnen sind Frauen. Bei 2.807 der insgesamt 1.648 Einsätze waren die Freiwilligen Feuerwehren federführend. „Wenn der Melder oder die Sirene losgeht, zählt jede Minute. Egal ob am Tag oder in der Nacht – die Feuerwehrfrauen und -männer wechseln sofort in den Einsatzmodus, um für andere da zu sein“, sagt Landrat Onno Eckert und ergänzt: „Insbesondere bei den ehrenamtlichen Kräften ist es ein Balanceakt,  die beruflichen Verpflichtungen, Familie, Freizeit und die Freiwillige Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen. Umso mehr gebührt ihnen mein aufrichtiger Dank für die große Einsatzbereitschaft, die sie für die Gemeinschaft aufbringen.“ Auch die Jugendfeuerwehren erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. 1.170 Kinder und Jugendliche waren 2023 Mitglied. Das sind 37 mehr als im Vorjahr.

Deutlich mehr Fehlalarme als im Vorjahr

Deutlich gestiegen war im vergangenen Jahr auch die Zahl der Fehlalarmierungen – und zwar von 362 im Jahr 2022 auf 451. Der Großteil von ihnen war auf Brandmeldeanlagen zurückzuführen. Nur bei acht Fällen wurden die Kräfte mutwillig fehlalarmiert.

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