Zugriffsbereites Taschenmesser in Hosenbund/ Bundespolizeiinspektion Erfurt
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Schwerer Raub am Hauptbahnhof Erfurt endet in Untersuchungshaft

Erfurt, Erfurt Hauptbahnhof (ots)

Am Samstagmorgen wurde die Bundespolizeiinspektion Erfurt durch einen bahnreisenden Polizeibeamten zur Unterstützung bei einem Sachverhalt am Bahnsteig 8 hinzugezogen. Ein 34-jähriger Deutscher wurde durch einen bis dato namentlich unbekannten Mann zunächst durch die Wegnahme seiner im Mund befindlichen Zigarette belästigt. Um jeglicher Konfrontation aus dem Weg zu gehen, entfernte sich der 34-Jährige vom Aggressor. Nur wenige Augenblicke später näherte sich der Unbekannte wieder, rempelte den Mann an, stellte ihm dabei ein Bein und brachte ihn dadurch zu Boden.

Daraufhin suchte der Geschädigte nach Hilfe und wurde bei einem im Bahnhof befindlichen Bundespolizisten fündig. Denn der 34-Jährige wurde nicht nur körperlich angegangen, sondern dabei auch seiner Geldbörse beraubt. Mithilfe der Täterbeschreibung konnte der vermeintliche Beschuldigte im Hauptbahnhof angetroffen und mit dem Sachverhalt konfrontiert werden. Bereits hier zeigte sich der Täter in aggressiver Grundstimmung.

Für weitere Maßnahmen wurde die ausländische Person zur Dienststelle mitgenommen. Hierbei konnten die Bundespolizisten ein zugriffsbereites, geöffnetes Taschenmesser im Hosenbund des mutmaßlichen Räubers feststellen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurden zudem geringe Mengen Haschisch offenbart. Auch die vom Opfer genannten Geldbeträge in Höhe von 120 Euro wurden in der beschriebenen Stückelung aufgefunden.

Eine weitere Streife der Bundespolizei konnte die entwendete Geldbörse und ebenfalls vermissten Schweizer Franken in einem Müllbehältnis und vor einem Geschäft im Hauptbahnhof auffinden.

Ermittlungen und Recherchen zu dem mittlerweile bekannt gemachten 27-jährigen Marokkaner ergaben, dass es sich bei ihm um einen abgelehnten und ausreisepflichtigen Asylbewerber handelt, der erst kurz vor Weihnachten aus einer Leipziger Justizvollzugsanstalt entlassen worden ist, und sich bisher dem behördlichen Kontakt entzogen hat. Der Intensivtäter ist bereits in ca. 50 Fällen bei der Bundespolizei in Erscheinung getreten und ist auch für landespolizeiliche Erfassungen kein unbeschriebenes Blatt.

Über den justiziellen Bereitschaftsdienst wurde gestern die vorläufige Festnahme des Marokkaners bestätigt. Der 27-jährige Beschuldigte wurde am heutigen Mittag zur Erwirkung von Untersuchungshaft durch die Bundespolizei bei Gericht vorgeführt. Die Freiheitsentziehung des bewaffneten Täters wegen schwerem Raub wurde richterlich bestätigt. Im Anschluss wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Tonna verbracht.

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