Vergleich der Auswirkungen von deutschen und schweizerischen Online – Casinos auf die regionale Wirtschaft
Die vergangenen Jahre haben große Veränderungen sowohl in der Schweizer als auch in der Deutschen Glücksspielbranche gebracht. In beiden Ländern wurden die Regeln für Online-Glücksspiele endlich gesetzlich festgelegt. Da diese im Internet bereits seit vielen Jahren boomen und die Einnahmen bislang fast ausschließlich internationalen Anbietern aus Malta oder Curaçao zugutekommen, kann es sich nur um eine Verbesserung für die beiden Staaten handeln.
Die neuen Gesetze bieten die Möglichkeit, die Glücksspielbranche besser zu regulieren und gleichzeitig die Spieler zu schützen. Darüber hinaus könnten diese Änderungen zu einer Steigerung der Steuereinnahmen führen, da Gewinne aus dem Glücksspiel nun innerhalb der Landesgrenzen besteuert werden können.
Online Spielbanken in der Schweiz
Die Schweiz war wie so oft der Vorreiter am Glücksspielmarkt. Das neue Geldspielgesetz ist schon am 1. Jänner 2019 in Kraft getreten und hat das neue Online Casino Schweiz möglich gemacht. Damit konnten schon nach wenigen Wochen die ersten Schweizer im einheimischen Online Casino Schweizer Franken einsetzen. Heute gibt es bereits eine ganze Online Casino Liste von der eidgenössischen Spielbankenkommission mit legalen Online Spielbanken, wie diese in der Schweiz genannt werden.
Aktuell können nur einheimische Betreiber von Spielbanken vor Ort auch ein Schweizer Online Casino im Internet eröffnen. Dennoch sind Anbieter im Online Casino Vergleich top, wenn man sich internationale Glücksspielseiten ansieht. Die Schweizer müssen hier auf nichts verzichten, obwohl die Anbieter staatlich reguliert werden.
Online Spielotheken in Deutschland
Der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag trat erst am 1. Juli 2021 in Kraft, wobei die Umsetzung wie gewohnt ein wenig langsamer erfolgte als in der Schweiz. Außerdem brachte das neue Glücksspielgesetz hierzulande wesentlich mehr Einschränkungen als in der Schweiz. Die neuen Online Spielotheken müssen eine ganze Reihe von Bestimmungen umsetzen, die in dieser Art einzigartig in Europa sind, wie:
● Es gibt nur virtuelle Automatenspiele. Das sind die Spielautomaten oder Slots, wie sie international am Glücksspielmarkt genannt werden.
● Diese dürfen keine progressiven Jackpots und keine Autoplay Funktion haben.
● Die Walzen müssen sich pro Runde mindestens 5 Sekunden lang drehen.
● Der Einsatz darf höchstens 1 € pro Spin betragen.
● Die Spieler dürfen höchstens 1.000 € pro Monat bei allen Glücksspielanbietern in Summe in Deutschland einzahlen.
Das sind nur die wichtigsten Regeln, die für die neuen Online Spielotheken gelten. Dennoch hat sich inzwischen eine stattliche Online Casino Liste gebildet. Denn im Unterschied zu den Schweizer Online Spielbanken, dürfen in Deutschland auch ausländischen Betreiber um eine Lizenz ansuchen. Diese wird von der gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als Konzession vergeben und in der sogenannten Whitelist öffentlich gemacht.
Der Vergleich der Deutschen und Schweizer Online Casinos
Der Einfachheit halber bezeichnen wir im Vergleich sowohl die Schweizer Online Spielbanken als auch die deutschen Online Spielotheken als Online Casinos. So werden auch alle anderen Online Glücksspielanbieter am internationalen Glücksspielmarkt im Internet genannt.
Die Online Casino Liste ist inzwischen trotz aller Einschränkungen in Deutschland wesentlich größer geworden als in der Schweiz. Das verwundert ein wenig, denn der Unterschied zwischen Schweizer Online-Casinos und internationalen Plattformen ist bei Weitem nicht so groß wie bei deutschen Online-Spielotheken. Dennoch zieht der deutsche Glücksspielmarkt mehr Betreiber an.
Aktuell finden wir in der Whitelist der gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder über 120 genehmigte Online Spielotheken, während es in der Schweiz bei der ESBK nur 10 sind. Das bringt uns gleich zu den Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft.
Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft in Deutschland und der Schweiz
Die wichtigste Auswirkung auf die jeweilige Wirtschaft sind auf jeden Fall die Glücksspieleinnahmen. In der Schweiz werden Steuern und Einnahmen aus den Lizenzgebühren für Bildung, Gesundheit und Infrastruktur, aber auch für soziale Projekte verwendet. Natürlich wandert auch ein Teil des Geldes in die Suchtprävention der Spieler. Dazu kommen noch diverse Projekte, welche den Tourismus ankurbeln sollen.
In Deutschland werden die gleichen Arten von Einnahmen lukriert, wobei diese unter anderem auch für die Spielsuchtprävention verwendet werden. Ein großer Anteil wandert aber auch in die Sportförderung und in soziale Projekte. Tourismus wird praktisch nicht durch Glücksspieleinnahmen gefördert, wie in der Schweiz.
Dennoch sind die Auswirkungen in Deutschland durch die Online Einnahmen größer, denn hier wurde der schlauere Weg gewählt, die Einsätze mit 5,3 % direkt zu besteuern. So liefern auch alle internationalen Anbieter beste Steuereinnahmen. Laut einem Bericht des MDR stiegen die Steuereinnahmen aus virtuellen Automatenspielen von 189 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 428 Millionen im Jahr 2022. Das verdankt Deutschland garantiert der Zulassung internationaler Betreiber.
Im Vergleich der Zürcher Kantonalbank wurden im Jahr 2021 in der Schweiz 7,4 Millionen CHF, das sind etwa 7,8 Millionen Euro, an Spielbankenabgaben aus den Interneteinnahmen bezahlt. Im Jahr 2020 waren es mit 5,4 Millionen CHF noch weniger. Das kann man nicht einmal mit der 9,6-mal höheren Einwohnerzahl Deutschlands für die Schweiz schönrechnen. Selbst dann wäre die Schweiz im Jahr 2021 erst auf knapp 75 Millionen Euro Glücksspielsteuereinnahmen und nicht auf 428 Millionen Euro.
Fazit zum Vergleich der Auswirkungen der Online Casinos auf die Wirtschaft
An dieser Stelle sollte ziemlich klar geworden sein, dass Deutschland den wesentlich effektiveren Weg in Hinblick auf die Online-Glücksspiele gewählt hat. Die Einschränkungen sparen viele Ausgaben im Bereich der Spielsuchtvorbeugung. Die Steuereinnahmen sind durch die Zulassung und Regulierung auch ausländischer Betreiber in Deutschland fast sechsmal so hoch wie in der Schweiz.


