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AOK PLUS passt Beitragssatz an

Verwaltungsrat beschließt 15,8 Milliarden-Haushalt und Beitragssatz für 2024

Der Verwaltungsrat der AOK PLUS hat sich in seiner Sitzung am 19. Dezember 2023 auf den Zusatzbeitragssatz in Höhe von 1,8 Prozent ab 1. Januar 2024 verständigt. Der Beitragssatz beträgt damit zukünftig 16,4 Prozent bei einem Haushaltsvolumen von 15,8 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung der AOK PLUS-Versicherten in Sachsen und Thüringen.

„Die Entscheidung für die Anhebung des Beitragssatzes für unsere Versicherten und Arbeitgeber fiel uns nicht leicht. Aber der fehlende Wille der Politik in Berlin, die gesetzliche Krankenversicherung nachhaltig zu stabilisieren, führt dazu, dass die Ausgaben schneller steigen als die Einnahmen. Das geht zulasten der Beitragszahlenden“, betont die Verwaltungsratsvorsitzende Daniela Kolbe und sagt weiter: „Wir haben uns auf eine moderate Anpassung des Zusatzbeitragssatz verständigt. Konkret bedeutet das: Je 1.000 Euro Bruttoeinkommen ändert sich der Beitrag für unsere Versicherten monatlich um 1,50 Euro, die andere Hälfte wird von den Arbeitgebern getragen.“

Eingeschränkte Möglichkeiten durch politische Eingriffe
„Politische Eingriffe wie die zweifache Vermögensabführung 2021 und 2023 in Höhe von knapp 840 Millionen Euro haben der AOK PLUS zusätzliche Handlungsspielräume genommen. Diese Rücklagen – Gelder unserer Mitglieder und Arbeitgeber – waren dafür gedacht, den Beitragssatz stabil zu halten“, erklärt Daniela Kolbe. Geänderte Modalitäten der bundesweiten Finanzverteilung haben außerdem dazu geführt, dass mehr Geld in Regionen mit Ballungsräumen fließen, die mehr Ärzte und Krankenhäuser haben. Sachsen und Thüringen mit eher ländlichen Gebieten werden dadurch strukturell benachteiligt. Beim Blick auf die demografischen Strukturen mit vielen älteren Versicherten hat dies noch größere Auswirkungen. „Der politisch proklamierte Anspruch, gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland zu schaffen, bedeutet, dass wir allen Menschen einen bestmöglichen und einfachen Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglichen. Dafür braucht es stabile regionale Strukturen, die ausreichend finanziert werden müssen. Das bilden die Finanzzuweisungen aber aktuell nicht ab,“ so Kolbe als Vertreterin der Versicherten im Verwaltungsrat der AOK PLUS.

Unser PLUS: Starke Leistungen in gewohnter Qualität
„Unser Ziel bleibt es, unseren rund 3,5 Millionen Versicherten eine erstklassige, bestmögliche Gesundheitsversorgung zu bieten. Daher wollen wir keine Abstriche bei den Services und Leistungen, die weit über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen, zulassen“, bekräftigt Sven Nobereit, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates für die Arbeitgeber, und ist überzeugt: „Die AOK PLUS steht für ausgezeichnete Servicequalität, und sie hält an ihrem breiten Spektrum an Zusatzleistungen fest, angefangen von kostenfreien Medikamenten für Kinder bis zum 18. Geburtstag über digitale Gesundheitsanwendungen bis hin zu zwei kostenfreien Gesundheitskursen pro Jahr. Die AOK PLUS ist und bleibt damit die Gesundheitskasse für die ganze Familie. Als einzige gesetzliche Krankenversicherung sind wir mit mehr als 130 Filialen in Sachsen und Thüringen vor Ort und garantieren den Menschen eine gute Erreichbarkeit, sowohl persönlich als auch digital. Die AOK PLUS bleibt zuverlässige Partnerin ihrer Versicherten und bietet die optimale Begleitung in jeder Lebenslage.“

Die großen Kostentreiber
Zu den größten Kostenblöcken bei der AOK PLUS gehörten 2022 die Ausgaben bei Krankenhausbehandlungen mit rund 4,15 Milliarden Euro (Anstieg um 0,7 Prozent zu 2021), für Arzneimittel mit knapp 2,4 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent) und für Ärztliche Behandlungen mit rund 2,1 Milliarden Euro (plus 2,3 Prozent).


AOK PLUS – die Gesundheitskasse
Die AOK PLUS versichert mit rund 3,5 Millionen Personen über 57 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten in Sachsen und Thüringen. Aktuell kümmern sich 6.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitskasse um die Anliegen der Kundinnen und Kunden, um insgesamt rund 183.000 Arbeitgeber in beiden Freistaaten und überregional sowie um mehr als 40.000 Vertragspartner.
 

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