Wirtschaft

Thüringer Tourismuspreise 2023 verliehen

Bild von Rodrigo Salomón Cañas auf Pixabay

Mehr Wettbewerbsbeiträge und wieder mehr Optimismus im Thüringen-Tourismus / Auszeichnungen gehen nach Oberhof, ins Schwarzatal, nach Zeulenroda und Meiningen

Bereits zum zwölften Mal ist in diesem Jahr der Thüringer Tourismuspreis vergeben worden – aus insgesamt 50 Vorschlägen wurden die vier Preisträgerinnen und Preisträger gekürt. „Die Auswahl war angesichts der vielen kreativen und anspruchsvollen Wettbewerbsbeiträge dieses Jahres erneut alles andere als einfach“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee anlässlich der Preisverleihung. Erfreulich sei die wieder gestiegene Zahl der Einreichungen für den Preis (2022: 41 Vorschläge). Dies spreche auch für die insgesamt wieder steigende Stimmung in der Branche. Insgesamt stellt das Wirtschaftsministerium für die Auszeichnungen in drei Kategorien, den Sonderpreis sowie die neun Nominierungen 26.000 Euro an Preisgeldern bereit.

Das Jahr 2023 habe in der Urlaubsbranche Thüringens wieder für einen vorsichtigen Optimismus gesorgt, so der Minister. So sei die Zahl der Übernachtungen in den ersten sieben Monaten um mehr als elf Prozent gestiegen. „Damit liegen wir jetzt schon wieder bei 95 Prozent des Niveaus des Vor-Corona-Jahres 2019“, sagte Tiefensee. Größtes Problem derzeit – und wichtigster Hinderungsgrund, um die vorhandenen touristischen Potentiale noch besser auszuschöpfen – bleibe der Mangel an Fach- wie auch an Saison- und Hilfskräften. Dies führe beispielsweise dazu, dass Öffnungszeiten teilweise eingeschränkt blieben oder Veranstaltungen nicht durchgeführt werden könnten. „Der Arbeitskräftemangel ist einer der Hauptgründe dafür, dass gerade die Gastronomie das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat“, so der Minister.

Bei der Preisgestaltung habe das Wirtschaftsministerium deshalb erneut dieses für den Tourismus zentrale Thema aufgegriffen. „Gerade beim Thema ‚gute Arbeit‘ wollen wir erfolgreiche Beispiele ins Schaufenster stellen, die zur Nachahmung oder zu eigenen guten Lösungen anregen“, so Tiefensee. Daneben spielten aber weiterhin auch die Themen Service und Qualität sowie Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle für die Preisvergabe. Hinzu kommt ein Sonderpreis für den „Newcomer des Jahres“, bei dem es um ein touristisches Start-up aus dem Gastgewerbe (bzw. die Übernahme eines Betriebes) geht, das sich in den zurückliegenden schwierigen Jahren erfolgreich am Markt etabliert hat.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Thüringer Tourismuspreises 2023 sind:

Kategorie „Lieblingsarbeitgeber“ (Preisgeld: 5.000 Euro):

  • The Grand Green Familux Resort, Oberhof

Der perfekte Familiengastgeber Grand Green Familux Resort in Oberhof ist zugleich auch der beste Arbeitgeber. Dies äußert sich in persönlicher Wertschätzung und Fürsorge für die Mitarbeiter, eine offene Kultur des Miteinanders, aber auch ganz konkrete Leistungen wie eine eigene Kinderbetreuung, die Nutzung von Fitnessstudio und Pool, ein hauseigenes Mitarbeiterrestaurant mit freien Mahlzeiten, vergünstige Reisen innerhalb der Hotelgruppe und eigene Wohnmöglichkeiten. So geht Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Arbeitgeber des Jahres steht für eine werteorientierte Unternehmensführung, bei der auch die eigenen Mitarbeiter im Zentrum stehen. 

www.thegrandgreen.de

Kategorie „Service & Qualität“ (Preisgeld: 5.000 Euro):

  • Flair Hotel Waldfrieden, Meuselbach-Schwarzmühle

Das Hotel Waldfrieden gehört zu den bekanntesten Hotels im Schwarzatal. Es wurde mit ***S offiziell von der Hotelstars Union (www.hotelstars.eu) klassifiziert, ist Qualitätsgastgeber für das Siegel „Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands und trägt das Gütesiegel Service-Qualität Deutschland. Auch Radfahrer fühlen sich angesichts der ADFC-Zertifizierung „Bed+Bike“ willkommen. In den verschiedenen Buchungsportalen erhält das Flair Hotel regelmäßig Bestnoten. Besonders hervorzuheben sind vor allem die gute regionale Küche und die familiäre Atmosphäre sowie die Gastlichkeit des Hauses. So bietet das Hotel einen Wellnessbereich, Wellnessküche und verschiedene Specials (dekorierte Zimmer, Bademantel, Lunchpaket), daneben gibt es spezielle Angebote für Familienfeiern und Hochzeiten, Angebote für Familien und Aktivurlauber. Soweit möglich, werden jederzeit individuelle Wünsche der Gäste erfüllt.

Kategorie „Nachhaltigkeit“ (Preisgeld: 5.000 Euro):

  • Bio-Seehotel, Zeulenroda-Triebes

Ausgezeichnet wird hier ein familiär umgesetztes Konzept eines nachhaltigen Kongress-Hotels. Zu DDR Zeiten war das Bio-Seehotel ein FDGB-Ferienheim, 1999 wurde es von einem Investor übernommen und unter Erhalt der historischen Bausubstanz umgebaut. 2006 begann die eigentliche Pionierarbeit: 6.500 konventionelle Produkte wurden durch regionale ersetzt, eine enge Kooperation mit regionalen Lieferanten und Produzenten wurde etabliert. Lange Lieferwege fielen weg, die Kaufkraft blieb in der Region. Inzwischen gibt es sogar eine hauseigene Bäckerei und Fleischerei. Außerdem ist das Hotelgelände naturnah gestaltet mit Streuobst und Kräuterwiesen, Rasenflächen und begrünten Dächern. Ein eigenes Blockheizkraftwerk sorgt für Wärme, überschüssige Energie wird ins Stromnetz eingespeist und Regenwasser wird genutzt, um die Außenanlagen zu bewässern. Zudem setzt das Hotel auf LED-Beleuchtung und Elektrofahrzeuge.

https://www.bio-seehotel-zeulenroda.de

Sonderpreis „Newcomer des Jahres“ (Preisgeld: 5.000 Euro):

  • Hotel & Restaurant Träbeser Bauernstube, Meiningen

Newcomer des Jahres ist Enrico Back, Inhaber der Bauernstube im Meininger Ortsteil Träbes. Nach der Ausbildung zum Koch sammelte Back zunächst deutschlandweit Erfahrungen in Restaurants der gehobenen Gastronomie und und bei Sterneköchen. Im Jahr 2020 kehrte er mit Frau und Kind in den elterlichen Betrieb zurück und entwickelte mit Mut, Unternehmergeist und umfangreichen Investitionen seither ein echtes Aushängeschild für die Thüringer Küche. Unterstützung findet er dabei bei seiner Familie, die voll in den Betrieb integriert ist. Highlight des Unternehmens ist die mittlerweile völlig neu ausgerichtete Gastronomie mit Gourmet-Küche in höchster Qualität. Wert legt Küchenchef Back dabei auf regionale Produkte, ein Konzept, das inzwischen bereits für überregionale Bekanntheit gesorgt hat und Gäste aus Nah und Fern anzieht. Die zwei Jahre des Corona-Stillstands nutzte der Unternehmer für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und die Schaffung neuer Hotelzimmer.

https://www.traebeser-bauernstube.de

Neben den Preisträgern haben auch die für den Preis nominierten neun Unternehmen eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Die Preisverleihung fand am heutigen Abend im „Danakil“ im Erfurter egapark vor rund 120 Gästen – Unternehmerinnen und Unternehmern, touristischen Akteuren, Verbands- und Kammervertretern – statt.

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