Im Werden Adi Liraz mit ihrem Kunstwerk © Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Foto: Mariana Musii
Kultur & FreizeitNachrichten

Gemeinsam durch Gotha für Gerechtigkeit und Toleranz

Helfende Hände für die Kunstperformance von Adi Liraz gesucht

Sonntag, 22. Oktober 2023, 14.15 bis 15.45 Uhr

Treffpunkt: Friedenstein-Dependance (Jüdenstraße 1, 99867 Gotha)

Es geht um Gerechtigkeit und Toleranz, um Dialog und um Frieden. Das Ziel der ACHAVA Festspiele ist die Anerkennung und die Wertschätzung eines jeden Menschen – gleich welcher Ethnie oder Religion er angehört. Auch die Kunstperformance der Künstlerin und Pädagogin Adi Liraz am Sonntag, 22. Oktober, steht für diesen ACHAVA-Gedanken und trägt ihn in den Gothaer Stadtraum hinein. Für den Umzug werden noch helfende Hände gesucht, welche das Kunstwerk bewegen und so ein Zeichen für Dialog und gegenseitigen Respekt setzen. Umrahmt wird die Performance von der Musik der neuen bauhaus-Kapelle weimar. Los geht es um 14.15 Uhr an der Friedenstein-Dependance (Jüdenstraße 1).

Der Umzug trägt den Namen „Lilit“ und verbindet Orte des jüdischen Lebens: Hierfür hat Adi Liraz ein 2,50 Meter hohes Kunstwerk geschaffen, in dem Mythen, biblische Erzählungen, Elemente aus der Kabbala – der mystischen Tradition des Judentums also – miteinander verwoben sind. Entstanden ist so eine Spinne, die einen Schleier aus Tüll und Organza trägt, auf dem Teile des Hohelieds geschrieben sind. Gezogen wird das Wesen an zehn roten Seilen, die sich symbolisch auf die Kabbala beziehen und letztlich für die Fülle und Kraft des Vollkommenen stehen. Wie dies alles mit den Orten jüdischen Lebens in Gotha in Bezug steht, wird am Sonntag offenbar. Es wird um die ehemalige Mikwe gehen, die sich am heutigen Augustinerkloster befand, um Wasser, das Staub wegwischt und darunter Liegendes wieder sichtbar macht.

Am Start- und Endpunkt des Umzuges erwecken die Musiker der neuen bauhaus kapelle weimar den Swing des niederländisch-jüdischen Duos „Johnny & Jones“ wieder zum Leben. Die Kunstperformance endet etwa gegen 15.45 Uhr am Augustiner-Kloster. Direkt im Anschluss findet dort ab 16 -Uhr das Abschlusskonzert des Workshops Jewish Land and Gypsy Style“ statt. Zu dieser „musikalischen Reise durch Freud und Leid Lemberg – Gotha – Ohrdruf – Bukarest“ laden Schüler*innen der Musikschule Louis Spohr gemeinsam mit dem Komponisten und Klarinettisten Helmut Eisel und dem Gypsy-Gitarristen Joscho Stephan ein. Der Eintritt für das Konzert beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. 

Bereits am Samstag, 21. Oktober, um 10 Uhr findet der interkulturelle Workshop „Salam Kitchen“ im Orangenhaus Gotha statt. Die Idee dahinter: Salat schneiden und sich kennenlernen. Beim gemeinsamen Kochen kommen Menschen verschiedener Herkünfte nicht nur für einen Vormittag und ein gemeinsames Mittagessen zusammen. Kochend und schmausend verlieren sie ganz nebenbei noch Berührungsängste und Vorurteile. 

Die Kunstperfomance wird gefördert wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von „Open Friedenstein!“.

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